Dankender Dichter

Der Vortag von Jürgen Böhme wurde mit viel Beifall belohnt. Bild: Fürk
Jürgen Böhme, Autor des Stücks, bewies beim Abschlussfest, dass er nicht nur Stücke, sondern auch Gedichte schreiben kann. In Reimen ließ er die Eisenhut-Tage Revue passieren:

Wenn man von einem Schauspiel spricht, so denkt man zuerst daran nicht, welch Mühen dann einmal entstehen, sonst ließ man es gleich wieder gehen. Den großen Rahmen plant man glei', der Teufel liegt doch im Detail. Wer das Wann wie wo macht, ist auch an alles schon gedacht? Reichen die Leut' aus - brauch' ich mehr? Wer schafft das Geld ran, wo kommt es her? Mir wird noch schlecht, denk ich dran, was dabei alles schief gehn kann.

Viele Helfer stehn im Hintergrund, sonst läuft beim Schauspiel gar nichts rund. Passt auf, horcht her, ich zählt jetzt auf, wen man bei einem Schauspiel braucht: Platzanweiser, Brezenbäcker, Stühle-, Tisch- und Bänkeschlepper, Filmemacher, Stückeschreiber und an Trainer für die Räuber. Pferdehalter, Kutschenlenker, Schnaps- und Bier- und Weinausschenker. Maskenbildner, Plakatierer, Fotografen, Zeitungsschmierer, Dichter und auch Regisseure, für Hochperücken die Friseure. Spendenbettler, Geldeintreiber, Antragsteller, Listenschreiber.

Auf der Bühne Männer, Frauen, Räuber, die sich d'Köpf' einhauen. Trompeter und auch Posaunisten, Geigenkratzer und Cellisten, Böllerschützen, Feuerwerker machen Krach wie die Berserker. Techniker und Bäckermeister, Lichtausschalter, junge Geister, Feuerwehrler, Sanitäter, dem Eisenheut sein Attentäter. Die Liste ließ sich weiterführen, doch ich will keine Zeit verlieren. Wir sind doch heut' zum Feiern hier, drum heben Sie das Glas mit mir. Zusammenhalt ist unsere Stärke, gemeinsam schaffen wir die Werke. Dank allen, die ihr zeiget Mut beim Schauspiel von Herrn Eisenhut.
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