Dann schauen wir das mal an

Gruppenbild mit dem Stein des Anstoßes: 76 Ransbacher nutzten die Möglichkeit zu einer Übungsplatz-Rundfahrt in Hohenfels. Angeboten wurde sie als Good-Will-Tour der US-Armee wegen des Fluglärms von Hubschraubern, die über das Lauterachtal das ausgedehnte Trainingsareal ansteuern. Bild: bö

Ransbach bekommt besonders viel Fluglärm von Hohenfels ab. Die Tallage ist dafür verantwortlich. Das wissen auch die US-Militärs und werben um Verständnis.

(bö) Die Beeinträchtigungen durch Fluglärm rund um den Übungsplatz Hohenfels werden von den US-Streitkräften durchaus ernst genommen. In unterschiedlichem Ausmaß betroffen ist eigentlich die gesamte Region, doch der Fluglärm konzentriert sich durchaus auf das Lauterachtal und Ransbach. Deshalb suchen die Amerikaner immer wieder den Kontakt mit den umliegenden Gemeinden. Wie Pressesprecher Norbert Wittl aus Hohenfels erst dieser Tage versicherte, seien die Militärs aufrichtig bemüht, das Problem auf ein notwendiges Minimum zu beschränken. Besonders genau achten würden sie auf die Einhaltung vorgegebener Flugzeiten und -routen speziell für Helikopter.

Bekanntes Problem

Der geografisch exponierte Taleinschnitt von Ransbach und die unmittelbare Nähe zum Übungsgebiet Hohenfels würden die Situation dort besonders problematisch gestalten. "Gerade hier bemühen sich die Amerikaner derzeit, einen etwas weiteren Bogen um die Ortschaft zu ziehen", versicherte Wittl. Trotzdem komme es immer wieder vor, dass vor allem in den Sommermonaten die Hubschrauber für die Dorfbewohner sehr störend seien.

Zwei Busse erforderlich

Als Good-will-Tour hatten die US-Militärs deshalb angeboten, die gesamte Dorfbevölkerung zu einer Truppenübungsplatz-Rundfahrt einzuladen. Laut Wittl sollte das "als kleine Wiedergutmachung und als Zeichen der guten Nachbarschaft" verstanden werden. Viele Ransbacher griffen dieses Angebot auf und am Ende mussten sogar zwei Busse durch das Übungsgelände geschickt werden. Ein erster Weg führte zum Ursprung des Weihermühlbaches, eine Liegenschaft, die vor der Ablösung zu der damals noch selbstständigen Gemeinde Ransbach gehörte. Weiter ging es zu mehreren ehemaligen Ortschaften und eine Station war der Flugplatz in Hohenfels, um einmal einen der dort stationierten Hubschrauber vom Typ Black Hawk UH 60 auch von innen kennenzulernen. Die Rundfahrt führte auch durch die US-Wohnsiedlung Keltenwall Village und das Feldlager Albertshof, das für eine Belegung mit bis zu 5000 Soldatin ausgelegt ist.

Angeschaut wurden von den 76 Ransbachern auch das Übungsdorf bei Emhof und die etwa 1200 Meter lange Feldlandebahn, wo sie einen Rettungshubschrauber der US-Army bei seinem täglichen Routineflug beobachten konnten.
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