Dann waren's nur noch fünf

Mit 25 Jahren endgültig erwachsen: Mit bodenständigen Weisen bereicherten die Lintacher Sänger ihren Jubiläums-Festabend. Bilder: ads (3)

Sechs Kirchenchormitglieder pflegten regelmäßig ihren Stammtisch. Daraus wurde das Sextett Lintacher Sänger. Als Quintett treten sie immer noch auf und schmissen nun eine volksmusikalische Geburtstagsparty zum 25.

Als außergewöhnlich in vielerlei Hinsicht erwies sich der Jubiläumsabend zum 25-jährigen Bestehen der Lintacher Sänger: Da gab es ein viele Gäste fassendes Kirwazelt, ein Musikprogramm, das mit namhaften Sängern und Gruppen aus der Region aufwartete und mit Richard Lengfelder einen Moderator, der dem Unterhaltungswert dieses Abends eine zusätzliche Note verlieh. Aber erst einmal waren als Lokalmatadoren die D'Hammerbachtaler Blous'n dran, die mit gekonnter Blasmusik die Gäste standesgemäß begrüßten. Freudenbergs Bürgermeister Alwin Märkl legte zu dem Jubiläum der Lintacher Sänger sogar ein persönliches Bekenntnis ab. Sie hätten ihn einst zum Fan von bodenständig gepflegter Volksmusik werden lassen.

Von jedem etwas

"Grüßt's Eich Leit, heit gibt's a Musi", setzte die Jubiläums-Formation als Gastgeber gleich nach. Walter Jokiel, Gründungsmitglied und nach wie vor eine tragende Stimme des Quintetts, stellte die Mitwirkenden des Abends vor. D'Hammerbachtaler Blous'n adelte er beispielsweise als "urige Musikgruppe". Neben weiteren Oberpfälzer Formationen gab es auch internationales Volksmusikflair mit dem Sänger- und Jodelduo Meinrad und Markus Schmidlin aus dem schweizerischen Dittlingen. Jockiel, der ja selbst noch auf der Bühne stehen sollte, gab auch gleich an Richard Lengfelder ab, dessen spaßige Art von den Birgländer Sängerinnen mit humorvoll-bodenständigem Liedgut quasi vertont wurde. Etwa mit "Da Schneida hout Goas valor'n".

Jüngste Bekanntschaft

Die Birgländer Stub'nmusik setzte mit ihren anspruchsvollen Instrumentalstücken nach und das Programm blieb erst einmal in der Region. Die verließen die Gebrüder Meinrad und Markus Schmidlin als von Familienmitgliedern begleitetes Schweizer Gesangs- und Jodelduo aus der ländlichen Gegend um Basel herum. Laut Jokiel hatte man sich beim jüngsten Ausflug der Lintacher Sänger zum Arber kennengelernt und dort auch "a bisserl miteinand g'sunga". Der musikalische Abstecher kam gut an, aber schon ging es mit D'Hammerbachtaler Blous'n wieder zurück, beispielsweise zum "Seegauer Walzer". Danach wurde es mit D'Spalter eher fetzig. Etwa mit "Ein Mädel aus Grainau".

Danach gehörte die Bühne dem Vierg'sang Irlbacher, einer ausgeprägt musikalischen Familie mit hohem Unterhaltungswert, den nicht zuletzt das humorvolle Lied "Heirat'n mog i niat" unter Beweis stellten. Selbstverständlich leisteten auch die Lintacher Sänger als Gastgeber etliche Beiträge zum Gelingen ihres Jubiläums. Sie präsentierten unter anderem die bodenständigen Weisen "Schwoarz wia die Kerscherl", "Woldbouma" und gemeinsam mit der Schweizer Jodelgruppe "Bajazzo". Und mehr als recht hatten sie, als sie abschließend "A ganze Weil hoa'ma heit g'sunga" anstimmten.
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