Das Bergwerk strahlt

Die Fördertürme wachten über das Getümmel vor den vielen Buden.

Die allgemeine Bedrohungslage durch Terroristen machte auch vor der Bergwerksweihnacht nicht halt. Verstärkte Polizeipräsenz und Security-Personal fielen auf bei der 10. Bergwerksweihnacht, die dennoch wieder Menschenmassen anlockte.

(swt) Das Wetter passte am Samstag, die Regenwolken waren verschwunden. So konnten die zahlreichen Besucher trockenen Fußes durch die Budenstadt schlendern, an den nordischen Hütten ausgiebig bei Kunsthandwerk-Waren stöbern und in den Hallen die schmucken Stände bewundern. Rund 80 Aussteller machten den Weihnachtsmarkt unter den Fördertürmen zu einem besonderen Höhepunkt. Handgefertigte Ketten, selbst hergestellte Seifen mit duftenden Kräutern, gefilzte Kleidung, Dekorationen aus Holz, Metall oder Wolle - das Angebot war überbordend. Schwer beladen schleppten die Besucher ihre schön verpackten Kleinigkeiten mit sich herum, stärkten sich mit brodelndem, hochprozentigem Bergmannsfeuer oder versuchten würzige Bratwürste, Wildleberkäse oder Auerochsengulasch aus dem Brotlaiberl.

Waffeln und Pizza

Als Nachtisch gab es frisch gebackene Waffeln oder Schokofrüchte am Spies. Dutzende Cakepops wanderten über den Tisch, Rahmfladen und hausgemachte Pizza verbreiteten appetitlichen Duft. Die rund 200 ehrenamtlichen Helfer hatten das Gelände wieder in ein Meer aus Lichtern verwandelt, unter alten Maschinen schimmerten Kerzen, die eisernen Fördertürme wachten über die Budenstadt. Nikolaus und Christkind kamen, um die Kinder zu bescheren. Posaunenklänge, klare Kinderstimmen, volkstümliche Weisen und moderne Weihnachtslieder schallten über den Platz.

Der Bus-Shuttle der Firma Cermak fuhr im Viertelstundentakt und beförderte Tausende von Menschen zum Gelände. Viele hatten sich auch zu Fuß auf den Weg gemacht, um die Schönheiten unter den Fördertürmen zu bewundern.

Bis aus München waren Besucher gekommen. Das Ehepaar hatte im Internet von Bayerns zehn schönsten Weihnachtsmärkten gelesen, zu dem die Bergwerksweihnacht mittlerweile gehört. Sie nahmen gerne die lange Anfahrt in Kauf, denn, wie sie sagten, "das ist wirklich eine Besonderheit."
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