Das große Aufräumen

Nach dem Brand im Vilsecker Bauhof wird einen Tag später an der Schadensbilanz gearbeitet. Viel ist nicht mehr übrig, von einer der beiden Hallen. Aber noch genug, um nicht in aktuelle Nöte zu geraten.

Vilseck. (zm) Das ist die einzige Erleichterung, die Bürgermeister Hans-Martin Schertl am Dienstag um die Mittagszeit am Telefon entlockt werden kann. "Es wird definitiv keine Einschränkungen beim Winterdienst für die Bevölkerung geben", kündigte er an. Obwohl ein bereits entsprechend aufgerüsteter Traktor aus dem Fuhrpark schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde und nicht mehr brauchbar ist.

Der restliche Bauhof-Fuhrpark mit zwei Lkws als hauptsächlichen Säulen des Winterdienstes sei einsatzbereit, merkte der Bürgermeister an. Und für den Verlust des Traktors "da finden wir schon eine Lösung", klang etwas Optimismus durch. Der Sachverständige der Brandversicherung sei zwar noch nicht vor Ort gewesen, erzählte Schertl, er gehe jedoch inzwischen von einem Schaden so um die zwei Millionen Euro aus.

Nicht mehr brauchbar

Die Halle ist nahezu komplett ausgebrannt. In ihr befanden sich neben Lagerflächen die Kfz-, Schreinerei- und Elektrowerkstatt der Stadt. "Das war alles gut ausgestattet", verwies der Bürgermeister auf unbrauchbar gewordenes Werkzeug und nötige kleinere Maschinen. Außerdem geht er davon aus, dass das gesamte Gebäude abgerissen und neu aufgebaut werden muss.

Inzwischen ist auch der Bauhofbedienstete, der noch zusammen mit einem Kollegen versucht hatte, das sich blitzartig ausbreitende Feuer einzudämmen, wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er war wegen einer eventuellen Rauchvergiftung zur Beobachtung stationär aufgenommen worden. Vermutlich Funkenflug im Zuge von Schweißarbeiten, so die ersten Erkenntnisse der Polizei, hat am Montag gegen 11.30 Uhr das Feuer ausgelöst und wegen Explosionsgefahr einen Großeinsatz von Lösch- und Rettungskräften nach sich gezogen. Denn in der Halle waren auch technische Gase und brennbare Substanzen aus dem Werkstattbetrieb gelagert.
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