Das große Los im Baugebiet

Das Baugebiet umfasst 27 Parzellen und befindet sich zwischen der Bebauung "Westlich der Nabburger Straße" und dem Komplex Bauhof/Reyclinghof/ehemalige Kläranlage (gelb/orange). Architekt Siegfried Lösch stellte den Plan in der Stadtratssitzung vor. Plan: Lösch Landschaftsarchitektur

Ob das Los entscheiden muss? 35 Bewerber wollen sich im neuen Pfreimder Baugebiet ein Zuhause schaffen: Sollte es bei der Anzahl an Vormerkungen bleiben, wird sogar eine Verlosung der 27 Parzellen in Betracht gezogen. Das gefragte Areal "Westlich der Nabburger Straße, Bauabschnitt III" wurde nun im Stadtrat vorgestellt.

Pfreimd. (cv) Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Am Mittwoch wurde im Stadtrat einhellig der Aufstellungsbeschluss gefasst. Die Träger öffentlicher Belange werden gehört, die Pläne öffentlich ausgelegt. Bürgermeister Richard Tischler ist zuversichtlich, dass im Frühjahr 2016 mit dem Verkauf begonnen werden kann.

Mit Mehrzweckstreifen

Architekt Siegfried Lösch skizzierte in der Sitzung die Eckpunkte: Das 2,3 Hektar große Areal liegt zwischen dem bisherigen Baugebiet und dem Bereich Bauhof/Recyclinghof. Es gibt 27 Parzellen, ein Teil davon auf privater Fläche, die mit überplant wird. Durch das Baugebiet führt eine sechs Meter breite Straße mit Mehrzweckstreifen, die Parkfläche für 60 Autos bietet. Erschlossen wird das Gebiet im Norden vom Naabweg und im Süden von einer Zufahrt, die vor dem Bauhof ins Baugebiet führt. Die Parzellen haben überwiegend einen direkten Anschluss an die Straße, ein kleiner Teil wird über einen Wendehammer erschlossen. Im Baugebiet soll "Hofcharakter" entstehen. Bei den Dachformen herrscht große Flexibilität.

Das Wasserwirtschaftsamt hat für das Baugebiet in Naab-Nähe grünes Licht gegeben. Die Fläche befindet sich außerhalb der Zone, die wegen der Gefährdung bei einem Hundertjährigen Hochwasser tabu wäre. Es gibt auch "lila Bereiche". So sind die Flächen gekennzeichnet, auf denen der ein oder andere archäologische Fund möglich wäre. In den Bebauungsplan wurden gleich der ehemalige Kläranlagenbereich und der Bauhof einbezogen. Bei späteren Veränderungen hat man so schon im Vorfeld Baurecht geschaffen. Die Einzelheiten sind dem Plan auf der Homepage der Stadt zu entnehmen.

Wenn der Bebauungsplan nach dem Aufstellungsbeschluss des Stadtrates - er fiel einstimmig - das behördliche Verfahren mit Auslegung und Anhörung durchlaufen hat, ist Tischler zuversichtlich, dass im Frühjahr 2016 mit dem Verkauf begonnen werden kann. Auf Nachfrage von Zweiter Bürgermeisterin Dr. Johanna Mertins berichtete Architekt Siegfried Lösch, dass sich die Größe der Parzellen zwischen 620 und 840 Quadratmeter bewegt. Laut Bürgermeister Richard Tischler ist auch Nahwärmeversorgung ein Thema. Die Häuser bräuchten dann keine eigene Heizungsanlage und keinen Heizungskeller, würde doch die Wärme- und Warmwasserzufuhr von einer zentralen Anlage gesteuert. Es müsse ermittelt werden, ob sich die Zahl der Anschließenden rechne. "Es scheint grenzwertig zu sein", so Tischlers Einschätzung. Man habe diese energetische Variante jedoch als Option in die Planungen einbezogen,

Im Herbst 2016 erschlossen

Verwaltungsleiter Bernhard Baumer nannte den weiteren "Fahrplan": Die Stadt rechnet damit, dass im zeitigen Frühjahr Baurecht geschaffen ist. Parallel läuft die Erschließungsplanung. Im Frühsommer soll mit den Arbeiten begonnen werden. Wenn alles optimal läuft, sollte das neue Baugebiet im Herbst nächsten Jahres erschlossen, die Straße gebaut und die Hausanschlüsse gelegt sein.
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