Das Heimatbewusstsein der Schüler fördern, das war zum Schuljahresende das Ziel von Herbert Gröger. Als Alternative zur Abschlussfahrt initiierte der Lehrer der Markus-Gottwald-Schule für die Kombiklasse 3-4 einen Stadtrundgang.
Geschichte auf der Spur

Viel Unbekanntes entdeckten die Schüler der Kombiklasse 3-4 der Markus-Gottwalt-Schule bei dem Stadtrundgang mit Gästeführerin Hannelore Ott, den Lehrer Herbert Gröger (hinten, von links) organisiert hatte. Eine Station war das Bahnhofsgebäude, das heute als Wohnhaus dient. Bild: rn
(rn) Für die Führung hatte er die zertifizierte Gästeführerin Hannelore Ott engagiert. Das Interesse der Schüler an den Stationen des Rundgangs hatte Gröger zuvor bereits im Heimat- und Sachkundeunterricht geweckt. Ott verstand es, mit ihrer kindgerechten Erzählweise den Mädchen und Buben die historischen Stätten nahe zu bringen. Als Einstieg dazu diente der Gang über den Stadtmauerweg zu den sanierten Überresten der Stadtmauer an der Pfarrkirche.

Am alten Bahnhof

Nur wenigen Kindern war der ehemalige Bahnhof ein Begriff, in den am 19. Juli 1904 der erste und am 28. Februar 1977 der letzte Zug einfuhr. Schon 1962 war die Personenbeförderung auf der Strecke eingestellt worden, im März 1978 wurde schließlich mit dem Abbau der Gleise begonnen. Herbert Gröger hatte einen ab 1. Mai 1914 gültigen Fahrplan mitgebracht mit den Abfahrtszeiten des Frühzugs von Kirchenthumbach nach Pressath. Acht Bahnhöfe lagen an der Strecke.

Stadttore

Überrascht waren die Schüler, als Hannelore Ott sie auf das ehemalige Schlittenparadies im jetzt bebauten Weidelbachtal hinwies. Nächste Stationen waren die Lourdes-Grotte, die aus dem 15. Jahrhundert stammende Pfarrkirche St. Laurentius und das 400 Jahre alte Malzhaus, das letzte noch erhaltene Kommunmalzhaus der Oberpfalz. Am Rathausbrunnen lenkte die Gästeführerin die Blicke der Kinder auf die stilisierte Rückenpartie eines Fisches. Außerdem wies sie auf den Obersee und die dort brütenden Fischadler hin, ebenso im Anschluss auf die ehemaligen Stadttore.

Endstation des dreistündigen Rundgangs war der neue Mehrgenerationenpark, der nahezu allen Mädchen und Buben noch unbekannt war und sie mit seiner Vielzahl an Spiel- und Übungsmöglichkeiten erfreute. Ähnlich begeistert fiel ihr Urteil über den etwas anderen Heimat- und Sachkundeunterricht aus. Die Kinder sehen ihre Heimatstadt nun mit anderen Augen.
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