"Das Herz muss Trumpf sein"

Das Oberbibracher Kirchenpersonal erhielt Verstärkung: Am Christkönigstag führten Pfarrer Pater Adrian Kugler (links) und Frater Johannes (hinten, rechts) drei Kommunionhelferinnen und vier Ministranten in ihren Dienst ein. Unser Bild zeigt (vorne, von links) die neuen Messdiener Jakob Holland, Luca Suslea, Lukas Biersack und Henrik Kausler mit Oberministrantin Anita Schönmann sowie (hinten, von links) die neu ernannten Kommunionhelferinnen Evi Rödl, Irene Walter und Rosalinde Gebelein. Bild: do

Ein ganz besonderer Tag war für die Expositur St. Johannes Oberbibrach der letzte Sonntag des Kirchenjahres: Am Christkönigsfest stand das "Kirchenpersonal" im Mittelpunkt. Das Besondere dabei: Die Pfarrgemeinde bekam Verstärkung bei den Kommunionhelfern und den Ministranten.

Eine Woche vor dem ersten Advent richtete Pfarrer Pater Adrian Kugler im Gottesdienst den Blick auf das Hochfest Christi. Das Bild des Christkönigs scheint aus der Zeit gefallen: Jesus auf dem Herrscherthron als ein allmächtiger Himmelsfürst. Im Zeitalter der Demokratie kann diese Vorstellung schnell missverstanden werden.

Da war das Beispiel mit den riesigen Schafkopfkarten, die der Pfarrer in seiner Predigt den staunenden Gläubigen präsentierte, sehr willkommen. Treffend setzte der Seelsorger mit Ober und Unter, König und Ass ein Zeichen der Hoffnung auf "Augen", siegreiche Spiele und Triumphe. Der Ober stach redensartig den Unter, die Sau den König.

Hoffnung auf Jesus

Mit Blick auf das Evangelium des Christkönigsfestes beleuchtete der Geistliche das Rom der Kaiser und das Jerusalem des Königs Herodes. "Schon beim Schafkopfspiel war der König schwächer", wies er auf die Rolle des römischen Statthalters in Jerusalem hin. Die Hoffnung des Volkes habe deshalb Jesus Christus gegolten, der die Spielregeln der Welt in Frage stellte. "Dem Zahn um Zahn" habe der Christkönig die Barmherzigkeit entgegengesetzt, betonte der Prediger.

Das Schafkopfspiel von heute könne zum Nachdenken über die Verhältnisse dieser Zeit anregen: "Wenn wir begreifen, dass im Alltag der Menschen das Herz Trumpf sein muss, dann haben wir die Botschaft Jesu verstanden."

In den feierlichen Gottesdienst eingebunden war die Einführung neuer Kommunionhelferinnen. Zum kirchlichen Segen wünschte Pfarrer Pater Adrian Kugler Rosalinde Gebelein, Evi Rödl und Irene Walter viel Erfüllung, Güte und Menschenfreundlichkeit. Vom Beifall der Gläubigen begleitet, überreichte der Seelsorger das von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer unterzeichnete Anerkennungszeugnis. Die Bestellung gilt zunächst für drei Jahre.

Vier sportliche "Minis"

Frater Johannes Bosco Ernstberger verkündete anschließend die Bereitschaft von vier schneidigen Oberbibracher Buben, "Diener Gottes" zu werden. Ohne eine Spur von Lampenfieber stellten sich Lukas Biersack, Jakob Holland, Henrik Kausler und Luca Suslea persönlich den Gläubigen vor. Auch ein Hinweis auf ihr Steckenpferd, das Fußballspiel, durfte dabei nicht fehlen. Lauter sportliche "Minis" also, was Pater Adrian zu der Feststellung veranlasste: "Da können wir nur zuschauen, zum Mitspielen langt's ned."

Frater Johannes erinnerte die feschen Burschen an die besondere Verantwortung des Ministranten-Dienstes, Brot und Wein zum Altar zu bringen. Als äußeres Zeichen der Messdiener-Würde überreichte er ihnen jeweils eine Ministranten-Plakette. In diese sind die Worte Jesu eingeprägt: "Wer mir dienen will, der folge mir nach." Zu den ersten Gratulanten gehörte Oberministrantin Anita Schönmann.
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