Das hohe Lied der wilden Kräuter

Zu einem Vortrag war Karin Holleis zur Hauptversammlung gekommen. Die Bischofsgrünerin sprach über die "Power der Frühjahrspflanzen". Sie startete mit Informationen zum Unkraut: "Wildkräuter besitzen Kraft, Bitterstoffe, Spurenelemente und Mineralien - mehr als konventionell angebautes Gemüse." Vor allem Bitterstoffe seien wichtig für Stoffwechsel, Verdauung und Haut, senken Cholesterinspiegel und regulierten den Blutdruck.

Pflanzen vertreiben auch die Frühjahrsmüdigkeit. Für eine Frühjahrskur empfahl sie Gänseblümchen, Bärlauch, Vogelmiere, Brennnessel oder Brunnenkresse . Auch Hopfensprossen seien "wahre Kraftpakete". Die Kräuter passen in Salat oder aufs Butterbrot. Eine Alternative sei ein Wildkräuterpesto. Zu Ostern passe die "Gründonnerstagssuppe". Gundermann, Schafgarbe, Löwenzahn, Bennnesseln, Gänseblümchen, Spitzwegerich und Giersch wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Wichtig sei dabei, frische Zutaten zu nutzen.

Bärlauch sei ein natürliches Antibiotika, die Brennnessel eisenhaltig und blutbildend. Gundermann enthalte ätherische Öle, ist entgiftend und mit Erdbeeren und Sahne ein Genuss. Gänseblümchen sind entzündungshemmend und sorgen für den Stoffwechsel. Spitzwegerich reinige Blut und Lunge, stärke die Leber und wirke gegen Reizhusten.

Die Vogelmiere nannte sie eine Mineralienbombe. Blutreinigende Eigenschaften und Schutz vor Infekten bescheinigte die Rednerin der Schafgarbe. Sie besitze viel Salicylsäure.

Löwenzahn verfüge über viele Karotinoide und Vitamin C. Von ihm sei alles verwendbar. Die Knospen eignen sich für Pesto. Löwenzahn stärke Blase und Niere und wirke gegen Rheuma und Arthritis. Wiesenschaumkraut besitze Senfölglykoside, reinige das Blut und helfe bei Rheuma. Fichtenspitzen sind desinfizierend sowie blutreinigend und können bei Infektionen der Atemwege als Sirup eingesetzt werden.

Bitterstoffe sind für Menschen ungewohnt, warnte Holleis vor. Sie helfen jedoch gegen Pollenallergie, wirken entschleimend und blutreinigend und haben positiven Einfluss auf die Zuckerkrankheit. Zum Ende stellte sich die Rednerin den Fragen und reichte Kostproben. (öt)
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.