"Das ist eine Sauerei"

Wer entsorgt Fleischabfälle am Wegesrand? Nina Feiler ist entsetzt. Innerhalb weniger Wochen hat ihr Hund "Luki" beim Mönchshof in der Nähe von Kalmreuth Reste vom Rind, Schwein und Geflügel gefressen.

Floß. (mic) "Zum Glück ist nichts passiert", erzählt die Flosserin. Das ersten Mal habe "Luki" an den Weihnachtsfeiertagen Fleisch in den Büschen entdeckt. "Es war sogar ein Kopf von einem Rind dabei", erinnert sich Vater Horst Feiler. Vergiftet war es wohl nicht, dennoch hat der Hund alles wieder erbrochen. Mitte Januar schnüffelt "Luki" erneuert am Wegesrand. Diesmal liegt Schweinefleisch im hohen Gras. Die Feilers können sich nicht erklären, warum jemand diese Reste einfach in der Natur ablagert. "Vielleicht war's ja keine böse Absicht und nur gutgemeint, aber die Hunde werden doch zu Hause gefüttert", spekuliert Nina Feiler. "Es ist und bleibt aber eine Sauerei." Das findet auch Jagdvorsteher Walter Prölß. "Da macht jemand Blödsinn", vermutet er. Jäger würden zwar Lockplätze anlegen, aber nicht direkt am Wegesrand und auch nicht mit Schweine- oder Rindfleisch, sondern mit Innereien vom Wild. "Für Wildtiere stellen die Fleischabfälle zwar keine Gefahr dar, doch das gehört sich nicht und soll verfolgt werden", sagt er.

Doch das ist gar nicht so einfach. Erst vor ein paar Tagen hat die Polizei von erneuten Fleischabfällen erfahren, die zwischen Floß und Plößberg an der Abzweigung zum "Paradies" am Wegesrand lagen. Als eine Streife am nächsten Morgen nach dem Rechten sieht, ist ein Großteil der Reste schon weg. "Die hat vermutlich der Fuchs gefressen", sagt Hauptkommissar Michael Mutzbauer. "Dennoch ist unerlaubte Abfallentsorgung eine Ordnungswidrigkeit", erklärt er. Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige vom Landratsamt rechnen.

Tierarzt Dr. Ulrich Beuthner kann die aufgebrachten Hundebesitzer ein wenig beruhigen. "Solange kein Gift im Fleisch ist, besteht keine Gefahr." Ein Hund könne durchaus Aas fressen, ohne daran zugrunde zu gehen, doch viele Rassehunde seien empfindlich und würden das nicht vertragen.
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