Das Kind und die Friedensbotschaft

Eine ergreifende Feier war die Christmette im Altenheim. Senioren und viele Angehörige feierten ebenso mit, wie das Personal und Heimleiterin Martina Günther.

Weihnachten als das große Fest des Lebens verbindet wie kein anderes die Menschheitsfamilie. Gott überwindet alle bisherigen Grenzen und verbindet sich so intensiv menschlich, wie es tiefer nicht mehr gehen kann.

Diese Botschaft brachte Pfarrer Irudayaraj Devadass in die Christmette am Heiligen Abend in das BRK-Seniorenheim mit. In vielen Krippendarstellungen werde das Jesuskind lächelnd, froh und unbekümmert mit ausgestreckten Armen und geöffneten, ja lockenden Händen dargestellt, erklärte der Geistliche.

Und er fuhr fort: "Es will uns in seine Nähe locken, uns einladen, dass wir uns ihm anvertrauen, mit ihm in Berührung kommen, so wie wir sind: mit all unseren Gebrechen, Sorgen und Nöten, Zwängen und Ängsten, unserem Versagen und unseren menschlichen Unzulänglichkeiten, aber auch mit all unseren Begabungen, Stärken, unserem Können und unseren Kräften."

Devadass nannte Gottes Liebes- und Friedensbotschaft eine leidenschaftliche Botschaft des Lebens, der Lebenslust, aber auch die Botschaft, dass alle Gebrechlichkeiten und alle Lügen in seiner Liebe geborgen seien. "Gott selber hat sich entschieden, Mensch zu werden, um so in die Not der Menschen einzugehen. Das Leben des Menschensohnes zeigt uns, wie Gott zu den Schwachen, Armen, Verwundeten und Verletzten steht. Gott nimmt uns als Mensch so an, wie wir sind und sagt grenzenlos ja zu uns, wenn andere nein zu uns sagen."

Mit Weihnachten habe Gott eine neue Kultur, eine neue Zivilisation des Lebens und der Liebe begründet, die bis heute gelte und Menschen verwandle, fuhr der Kaltenbrunner Pfarrer fort. "Gehen wir als weihnachtlich verwandelte Menschen hinaus in unsere Familien, in die Gesellschaft, an unsere Arbeitsplätze und in die Schulen, in all unsere Lebensbereiche und beschenken wir die Menschen mit der weihnachtlichen Botschaft, die diese Liebe, Menschlichkeit, die diesen Frieden und den Mensch gewordenen Gott brauchen."

Devadass lud abschließend herzlich und eindringlich dazu ein: "Lassen Sie sich von diesem Gott berühren und Ihr Leben wird verwandelt und wunderbar erneuert."

Mit der Aufführung der "Bauernmesse" von Anette Thoma und dem Südtiroler Andachtsjodler fühlten sich die Kranken und Pflegebedürftigen reich beschenkt. Die Freude der Weihnacht leuchtete auf und beeindruckte auch Angehörige und Gäste beim erstmals dargebotenen Lied "A Liacht in da dunklen Zeit" von Kathi Stimmer-Salzeder. Dafür dankte Heimleiterin Martina Günther dem Männerdreigesang Weiherhammer unter Leitung von Alfons Bogner.
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