"Das kleine Ich" ganz groß

In den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts war es ein jahrelanger Kampf. Heute gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Kinderbetreuung: St. Otto feiert seinen 40.

Michelfeld. (eb) Der Kindergarten St. Otto ist ein Haus mit Tradition und Zukunft. Am Sonntag wurde bei herrlichem Sonnenschein das 40-jährige Bestehen gefeiert. Viele Familien und Leute, die sich mit dieser Einrichtung verbunden fühlen, nahmen daran teil. Darüber freute sich auch Dekan Pater Dominik Sobolewski, der mit einer kurzen Andacht die Feier eröffnet hatte.

Im Mittelpunkt standen an diesem Nachmittag natürlich die Kinder. Damit alles möglichst glatt gehen sollte, wurde zuvor viel geprobt. Das hat sich sichtlich gelohnt. Stolz präsentierten die kleinen Schauspieler bei der Märchen-Nacherzählung "Das kleine Ich". Sie hatten damit nicht nur ihren großen Auftritt, auch die Kostümierung machte viel her.

Nicht nachgelassen

Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Johannes Lindner, hieß im Namen der Pfarrei und des Kindergartens St. Otto die Gäste willkommen. "Durch Ihre Anwesenheit zeigen Sie uns Ihr Interesse an der Entwicklung dieser Einrichtung", bescheinigte er den Besuchern. Seit nunmehr 40 Jahren seien die Kinder hier gut aufgehoben. Frohes Kinderlachen und Herumtollen müssten als der schönste Beweis gelten, dass sich die Schützlinge hier wohlfühlen. In seiner Rückschau erinnerte Lindner daran, dass Ortspfarrer Hans Müller sich einst beharrlich um einen Kindergarten in Michelfeld bemühte. Die Planungen zogen sich mehrere Jahre hin, bis endgültig 1972 grünes Licht für einen Neubau gegeben wurde. Deshalb sei die Freude groß gewesen, als 1975 der Kindergarten St. Otto von dessen Initiator und Domkapitular Josef Kraus, einem Michelfelder, eingeweiht wurde.

In den beiden Jahren 2012 und 2013 stand mit großem finanziellen Aufwand und Engagement eine Sanierung der Einrichtung samt Pfarrzentrum an. Seither verfüge der Kindergarten über alle Notwendigkeiten und Möglichkeiten, um die kindliche Entwicklung zu fördern. Angefangen von den bestens ausgestatteten Räumen bis hin zu einem großräumigen Spielgelände im Freien.

Die Gemeinschaft zählt

Dem Team von St. Otto sei es stets bestens gelungen, dass sich die Kinder spielend hätten entwickeln und auf die dann folgende Einschulung vorbereiten können. "Der Kindergarten St. Otto ist ein Ort, an dem Kinder aus unterschiedlichen Familien und sozialen Schichten sowie kulturellem und religiösem Hintergrund willkommen sind und zu einer Gemeinschaft zusammen finden", stellte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende fest. Er bedankte sich bei der Leiterin der Einrichtung, Christine Sporrer, und den weiteren Erzieherinnen, "die mit großer Hingabe, Herzlichkeit und Flexibilität ihren Dienst versehen".

Lindners Dank galt auch den Eltern für eine gute Zusammenarbeit mit dem Kindergartenpersonal. "Es ist schön, dass wir heute viele Eltern unter uns haben, die bereits selbst als Kinder diese Einrichtung besucht haben." Trägerin des Kindergartens ist die katholische Kirchenstiftung der Pfarrei Michelfeld. Auf der Feier schauten auch Landrat Richard Reisinger und die Auerbacher Stadträtin Maria Regn vorbei.
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