Das Versorgungsstärkungsgesetz

Kaum mehr Ärzte in kleinen Orten, und dennoch gibt es in der Oberpfalz offiziell keine unterversorgten Gebiete. Die Große Koalition gibt die Schuld an diesem Phänomen den großen Planungsbereichen. Das Versorgungsstärkungsgesetz soll das Problem lösen.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, die Planungsbereiche zu verkleinern und exakter zuzuschneiden. Innerhalb eines Planungsbereichs legt die Kassenärztliche Vereinigung anhand des Arzt-Patient-Verhältnisses fest, wie viele Ärzte einer Fachrichtung sich in dem Bereich niederlassen dürfen. Innerhalb eines Planungsbereichs konzentrieren sich die Ärzte aufs Ballungsgebiet, während auf dem Land die Mediziner fehlen. Der Planungsbereich gilt als gut versorgt, die Menschen auf dem Land müssen aber dennoch lange auf einen Termin warten oder lange Wege zur Praxis auf sich nehmen.

Im Planungsbereich Weiden und Umgebung liegt der Versorgungsgrad bei den Allgemeinärzten bei 121,0 Prozent (Stand Januar 2015). Dabei kommen auf 31 im westlichen Landkreis angesiedelte Allgemeinärzte 35 alleine in der Stadt Weiden. Der Gesetzgeber hofft darauf, durch kleinere Planungsbereiche dem Bedarf genauer zu entsprechen und die Mediziner zu den Menschen aufs Land bringen zu können. (juh)
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