Das Wetter hat bei der Großschönbrunner Kirwa super mitgespielt. Entsprechend gut besucht war das dreitägige Traditionsfest, das wieder örtliche Feuerwehr und Landjugend gemeinsam ausrichteten.
Lange Nächte, wenig Schlaf

Die 22 Paare standen im Mittelpunkt der Kirwa in Großschönbrunn. Bilder: jud (2)
(jud) Schon die ganze Woche vorher wurde am und im Pfarrstodl gewerkelt, ehe am Freitag die 22 Paare das Fest mit der Vorkirwa im Pfarrstodl eröffneten.

An Ausschlafen nach einer langen Feier war am nächsten Samstagmorgen nicht zu denken, denn der Baum musste in aller Früh geholt und auf den Dorfplatz gebracht werden. Das übernahmen die Burschen, während die Moidln den Kirwastodl schmückten und eine deftige Brotzeit vorbereiteten.

Am Nachmittag stellten die Männer des Dorfes den mit Schnitzereien und Bändern verzierten Baum mit purer Muskelkraft auf.

Am Samstagabend rockte die Band Grögötz Weißbir rockte den Stodl bis in die frühen Morgenstunden. Nur wenige Leute hielt es sitzend auf den Bänken, und auch etliche Kirwagemeinschaften aus den Nachbarorten feierten ausgelassen mit den Großschönbrunnern.

"Die drei Kirwa-B"

Der Sonntag begann traditionell mit einem Gottesdienst, bei dem natürlich die Kirwapaare nicht fehlten. Hierbei hob Pfarrer Stephen in seiner Predigt unter anderem "die drei B einer Kirwa" hervor: Beten, Bratwürste und Bier.

Nach dem Mittagessen holten die Burschen ihre Moidln mit dem Wagen ein. Am Dorfplatz tanzten die Paare vor vielen Zuschauern den Baum aus. Die Hoglbouchan gaben dazu den Ton an. Nach den Tänzen "Fensterl", "Sternpolka", "Bauernmoidl", "Siebenschritt" und "Walzer" stand auch das neue Oberkirwapaar fest: Als die Musik stoppte, hatten Niko Mägerl und Andrea Heldmann den Blumenstrauß in Händen und durften einen Ehrenwalzer drehen.

Auch die kleinen Zuschauer kamen nicht zu kurz. Aus den Körben am Baum verteilte das Oberkirwapaar Bonbons und andere Leckereien. Mit den Hoglbouchan zogen die Paare gemeinsam zum Kirwastodl, wo schon Kaffee und Kuchen warteten. Bis in den Abend hinein wurde mit Musik und Tanz gefeiert.

Schwarze Gesichter

Der Montag begann mit dem Kirwabärtreiben. Sören Werges wurde hierzu "dienstverpflichtet". Er und seine Gefolgschaft schwärzten auf ihrer Tour durch das Dorf etliche Leute und Kinder. Den Festausklang umrahmte die Band Grodaas musikalisch. Den Baum gewann Stephan Siegert, ein ehemaliger Kirwabursch und langjähriger KLJB-Vorsitzender. Somit bleibt das Kirwawahrzeichen im Dorf und Siegert darf den Moidln und Boum beim Umlegen des Baumes eine Brotzeit spendieren.

Für die Paare gab es noch eine Zugabe: das Kirwafrühstück am Dienstag in der Früh beim neuen Oberkirwapaar Mägerl/Heldmann.
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