Das Wetter meinte es in diesem Jahr gut mit den Paulsdorfer Kirwaleuten. Hatte der Samstag noch verschiedentlich Regen parat, so herrschten an den folgenden Tagen ideale Feierbedingungen, was den Stimmungspegel merklich anschwellen ließ.
Niemand hält's auf Hosenboden

In das vorbereitete Loch ließen die Helfer den Kirwabaum einrasten.
(ac) Pünktlich zum Beginn des Baumaufstellens hörte der Regen auf und so konnte das Wahrzeichen einer jeden Kirwa planmäßig in die Senkrechte gebracht werden. Dank zahlreicher Helfer, darunter auch die Burschen aus Moos, und unter der Leitung von Anweiser Reinhold Schanderl zierte das 33 Meter lange Ungetüm bald den Paulsdorfer Himmel.

Der Bieranstich durch Festwirt Daniel Aschenbrenner bildete den Startschuss für die Gaudi. Die Band Rundumadum sorgte schnell dafür, dass es niemand mehr auf dem Hosenboden hielt.

Zwar unausgeschlafen, aber mit Haltung absolvierten die 13 Paare den kirchlichen Teil, nämlich den Patroziniumsgottesdienst mit Pfarrer Stefan Hirblinger. Der Geistliche stellte die Apostel Peter und Paul in den Mittelpunkt seiner Predigt. Unter den Klängen der Band Spalter schritt man dann zum Höhepunkt, dem Baumaustanzen. Die Gstanzln waren dem örtlichen Geschehen gewidmet. Besonders die ehemaligen Oberkirwaburschen Stefan Schanderl und Dominik Heldmann sowie der Kirwawirt bekamen dabei ihr Fett weg. Bis in die Abendstunden unterhielten die Spalter die Gäste und ernteten bei ihrem Gang durch die Tischreihen viel Applaus.

Schon früh begann der Montag mit einem Frühstück bei der Familie Meyer in Altenricht, ehe der Kirwabär durch die Dörfer getrieben wurde. Die Band Stand by aus Parsberg eröffnete den Montagabend.

Während die Sachpreise schnell ihre Gewinner fanden, entwickelte sich die Verlosung des Baums zu einer Hängepartie. Burschen-Chef Thomas Aschenbrenner versteigerte ihn amerikanisch. Gewinner Stefan Schanderl, ein Ex-Oberkirwabou, hatte keine Verwendung dafür und gab ihn zurück. Nach langem Feilschen erhielt schließlich Maria Aschenbrenner den Zuschlag, was den Paaren zusätzliche Einnahmen in ihre Kasse spülte. So waren am Ende alle glücklich und zufrieden, vor allem auch über den friedlichen Verlauf des Fests.
Weitere Beiträge zu den Themen: Paulsdorf (783)Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.