Dauerthema Johannissteig

Im September 2014 nahm der Bauausschuss den Weg unter die Lupe und stellte fest, dass vor allem die Treppe am Einstieg und das Geländer nicht mehr sicher seien. Das Ingenieurbüro Zwick bekam daraufhin den Auftrag, einen Kostenvoranschlag für die Sanierung zu erarbeiten.

Das Resultat sorgte für Ernüchterung: 200 000 Euro müsste die Stadt dafür locker machen. Bereits in der Oktobersitzung war es zu sehr emotionalen Diskussionen gekommen. Der Stadtrat beschloss damals vor einer möglichen Sanierung erst mit der Bahn rechtliche Schritte abzuklären.

Die Antwort der Bahn löste im Januar 2015 Kopfschütteln in der Sitzung aus. Arbeiten neben dem Gleis, einschließlich Mähen, dürften nur unter Aussicht einer speziell dafür zugelassenen Person getätigt werden. Die Ausschreibung dafür müsse ein zertifizierte Ingenieurbüro vornehmen. Das Gremium befürchtete noch mehr Kosten.

Am 13. Mai hatte der Stadtrat letztendlich beschlossen, den 190 Meter langen Weg nicht zu sanieren. Diese Entscheidung wollten viele Befürworter nicht hinnehmen. Nur ein paar Wochen später, am 18. Juni, hatte sich eine Interessengemeinschaft formiert, die dem Bürgermeister knapp 900 Unterschriften vorlegte und forderte, den Steig nicht zu entwidmen und die Sperrung aufzuheben.

Die Verantwortlichen machte der Stadt das Angebot sie, ehrenamtlich zu unterzustützen und zum Beispiel Mäharbeiten zu übernehmen.
(mic)
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.