Debatte um Hydraulik-Schlögls Erweiterungspläne
"Dann ist Ruhe"

Hydraulik Schlögl möchte erweitern. Das hat der Unternehmer bisher allerdings nur mündlich kundgetan. Ein Antrag wurde der Gemeinde angekündigt, aber dann doch nicht eingereicht. Bild: Völkl
Wernberg-Köblitz. (cv) Dem Marktrat liegt nach wie vor der mündlich angekündigte Antrag nicht vor, doch es gibt weitere Bürgerproteste zu den von Hydraulik-Schlögl geäußerten Erweiterungswünschen. Ihnen würde ein Teil des Waldes, der die Gewerbefläche von der Feistelholzsiedlung abgrenzt, weichen müssen. Zwei direkte Anlieger gingen bereits in einem offenen Brief auf die Barrikaden (wir berichteten). Nun haben sich in einem Schreiben einige Bürger aus der "zweiten Reihe" angeschlossen.

Dritter Bürgermeister Georg Schlögl regte in der Marktratssitzung an, die alten Unterlagen aus den 70er Jahren herauszusuchen, um zu sehen, was der Rat bei der Ansiedlung und bisherigen Erweiterung des Unternehmens festgelegt habe. Vielleicht erübrige sich damit eine Beschlussfassung über eine Beibehaltung oder Änderung des Flächennutzungsplanes. "Wir können momentan nichts beschließen, da kein Antrag vorliegt," betonte Bürgermeister Georg Butz. Und selbst wenn der Rat einen Beschluss zum Flächennutzungsplan fassen würde, könne damit nie eine Garantie abgeleitet werden, dass ein Privatwald niemals gerodet werden dürfe.

Marianne Schieder hatte beim Landratsamt nachgefragt. Hier erinnere man sich an frühere Äußerungen, wonach die Erweiterungsmöglichkeiten ausgereizt seien. Sie konnte Stefan Schlögls Vorgehensweise nicht nachvollziehen: Da werde erst öffentlich ein Antrag angekündigt, dann aber mit der Begründung, dass sich die Emotionen abkühlen sollten, doch nicht eingereicht.

Mehrere Markträte drängten darauf, die alten Beschlüsse zu bemühen. "Da muss was da sein", so der langjährige Marktrat Gerhard Bäumler. Doch laut Verwaltungsleiter Stefan Falter wurden Protokolle früher anders geführt. Es gebe wohl keine heute bindenden Beschlüsse.

Der Bürgermeister unterstrich erneut: "Es gibt keinen Antrag. Bisher ist alles nur Gerede". Marianne Schieder schlug vor, dass sich der Marktrat doch in einer Sitzung von sich aus mit dem Flächennutzungsplan befassen sollte. "Dann ist Ruhe".
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