Den Fahrstuhl vermeiden

Nach dem Abstieg kommt der Aufstieg - aber nicht wieder der Abstieg. Das ist das Ziel der Handballer des SV 08 Auerbach - aber in der 3. Liga bläst ein anderer Wind.

Am Samstag, 29. August, beginnt um 18.30 Uhr in der Helmut-Ott-Halle die dritte Saison in der 3. Liga. Die Oberpfälzer bekommen es dabei gleich mit einem der bayerischen Konkurrenten zu tun, dem HSC Bad Neustadt.

Nachdem Auerbach in der vergangenen Saison das Saisonziel "direkter Wiederaufstieg" in beeindruckender Manier erreichte und mit lediglich zwei Auswärtsniederlagen gegen die am Ende zweit- und drittplatzierten DJK Waldbüttelbrunn und HaSpo Bayreuth souverän durch die Bayernliga marschierte, bläst dem Team um Tobias Wannenmacher in dieser Saison nun wieder der Wind des professionellen Handballs entgegen.

Ruhmreich

Teams wie der ehemals ruhmreiche TV Großwallstadt, der TV Hüttenberg 05/07 und der letztjährige Zweitligist GSV Eintracht Baunatal werden sich in der Helmut-Ott-Halle ebenso ein Stelldichein geben wie die sehr ambitionierten Mannschaften aus Dresden und Leipzig sowie das eine oder andere ehrgeizige Team aus Hessen. Die Auerbacher beginnen die neue Runde dabei nicht nur mit fünf Heimspielen in den ersten sechs Partien, sondern auch gleich mit zwei bayerischen und oberpfälzisch-unterfränkischen Derbys gegen den HSC Bad Neustadt und den TSV Rödelsee.

Hierbei ist der erste Gegner, der HSC Bad Neustadt. Bei den Saalestädtern, die sich inzwischen eindeutig unter den 102 besten Teams Deutschlands etabliert haben, hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison einiges an der Aufstellung geändert. Den Abgängen der ehemaligen chilenischen Nationalspieler Emil (HC Wacker Thun) und Harald Feuchtmann (DJK Waldbüttelbrunn) sowie der Spieler Nils Thomas (Sonneberger HV) und Benedikt Kern (TUSPO Obernburg) stehen lediglich zwei externe Neuzugänge gegenüber, die jedoch durchaus als Verstärkungen zu sehen sind.

Mit Spielmacher Falk Kolodziej vom TuS Fürstenfeldbruck und Rückraumakteur Konstantin Singwald vom HSC 2000 Coburg konnten die Unterfranken zwei Drittligaerfahrene Spieler von aktuellen oder ehemaligen Ligakonkurrenten an Land ziehen. Beide sind den Auerbacher Spielern bereits mehrfach begegnet. Vor allem der 1,98 Meter große Konstantin Singwald, der vor seinem Engagement in Coburg auch schon beim ThSV Eisenach und danach beim HC Erlangen sein Glück versucht hatte, ist dabei kein Unbekannter für die Oberpfälzer.

Nur noch Trainer

Der ehemalige lettische Nationalkreisläufer Margots Valkovskis hat sich entschieden, ab dieser Saison nur noch das Amt des Trainers auszuüben und nicht mehr selbst in das Geschehen auf dem Feld einzugreifen. Das Saisonziel der Unterfranken ist klar definiert. Nach einer restlos enttäuschenden Runde ist vor allem bei den erfolgsverwöhnten Fans Wiedergutmachung angesagt, auch um ein weiteres Schwinden der Zuschauerzahlen zu verhindern.

"Unser Kader umfasst ähnlich dem Vorjahr wieder nur zwölf Spieler, von denen derzeit drei nur bedingt einsetzbar sind. Manch einer hat zudem, bedingt durch Verletzungen oder Urlaub, noch etwas Nachholbedarf und wird erst im Laufe der nächsten Wochen über 60 Minuten gehen können", erklärt Wannenmacher. Dadurch wird das Spiel gegen die vermeintlich übermächtigen Unterfranken zum Gradmesser für die anstehende Runde. "Unser Ziel ist es, die Klasse zu halten. Das bedeutet auch, dass wir uns vom ersten Spieltag an im Abstiegskampf befinden."

Zuschauer erwünscht

Dabei wünscht sich Wannenmacher auch die Unterstützung möglichst vieler Zuschauer, wohl wissend, dass es bei Ligaspielen im August, mit hohen Temperaturen und in der Ferienzeit schwierig ist, die Leute zu motivieren, in die Halle zu kommen.
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