Den Festen Farbe verliehen

Bezirksschützenmeister Roland Roith (rechts) war aus Bad Abbach zur Gau-Generalversammlung nach Frankenreuth gekommen, die Stefan Brandmiller (Mitte) leitete. Bild: fjo

Nicole Wittmann repräsentierte den Sportschützengrenzgau 1926 Vohenstrauß als Bezirks-Schützenliesl beim Oktoberfestzug in München. Doch das war nicht der einzige Höhepunkt.

Stefan Brandmiller sagte: "Ein ganzes Jahr voller sportlicher und gesellschaftlicher Ereignisse liegt hinter uns." Der Gauschützenmeister freute sich über das erstarkte Interesse an den Wettbewerben auf Gauebene. Im Schützenhaus von "Enzian" Frankenreuth traf sich der Vorstand zur Gau-Generalversammlung mit Bezirksschützenmeister Roland Roith aus Bad Abbach.

Als Luftpistolen-Liesl stand auch Hildegard Werner vom Schützenverein 1884 Pfrentsch die Teilnahme in München zu. Doch die Hochzeit der Tochter am gleichen Tag verhinderte dies. Am bayerischen Schützentag in Füssen nahmen neben Brandmiller Florian Frischmann und Anton Hirnet teil.

Sechs Stand-Abnahmen gab es 2014. Das Urteil der Sachverständigen lautete ohne Ausnahme: "Sauber und in gutem Zustand." Die Gauschützenmeister und ihre Vertreter meisterten 18 Jahreshauptversammlungen, ungezählte Königsfeiern, Ehrenabende und Proklamationen. Zwei Waidhauser Urgesteine hob Brandmiller besonders hervor: seinen Vorgänger Michael Olbrich, der 70. Geburtstag feierte, und den langjährigen Pfrentscher Schützenmeister, Gauehrenmitglied Franz Werner, der im Oktober starb.

Zuwachs verzeichnet

Der Mitgliederstand nahm von 3017 auf 3035 Personen zu. Diese unterteilen sich in 2689 Schützen, 144 Junioren, 100 Jugendliche und 93 Schüler.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger übermittelte die Grüße von Landrat Andreas Meier und des Neustädter Kreistags. Für die herausragenden Leistungen gratulierte sie allen Geehrten. Lobend hob sie den Gastgeber hervor: "Es ist einzigartig, was dieser doch kleine Verein finanziell stemmt und in vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden umsetzt." Landkreis, Städte und Gemeinden stünden hinter ihren Schützenvereinen, die eine besondere Bedeutung hätten.

Kirzinger dankte für das sportliche Engagement und den gesellschaftlichen Zusammenhalt: "Sie gestalten den Jahreskreislauf mit und verleihen unseren Festen Farbe durch Böllerschützen, Fahnenträger und Trachten." Wer über die Pflege von Traditionen spreche, denke automatisch an die Schützenvereine, die ein Bewusstsein für Solidarität und soziales Engagement schaffen und für ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit stünden: "Hier kommen alle zusammen, alt und jung, Arbeiter und Akademiker, Frauen und Männer." Auf das alte Sprichwort "Mancher schießt ins Blaue und trifft ins Schwarze" könnten und wollten sich echte Schützen nicht verlassen. Nur durch intensives und hartes Training gebe es Erfolge.
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