Den Torjäger an die Kette legen

Wenn Torhüter Patrick Stiegler und der ASV Haselmühl die Hürde in Raigering nehmen sollten, dann winkt ein Sprung in die Spitzengruppe der Kreisliga Süd. Bild: Ziegler

Der Glaube an die eigene Stärke kehrt beim Absteiger SV Raigering langsam zurück. Das Selbstvertrauen ist da, und der zweite Platz in der Kreisliga Süd kommt auch nicht von ungefähr. Dumm nur, dass der Gegner oft nicht mitspielt.

Denn der stellt sich manchmal hinten rein, und damit haben die Raigeringer so ihre Probleme. Bleibt abzuwarten, was der Aufsteiger ASV Haselmühl macht - und dessen Torjäger Matthias Schmidt.

Bei Germania Amberg kreuzt mit dem TuS/WE Hirschau ebenfalls ein starker Aufsteiger auf - ein Duell auf Augenhöhe zwischen dem Dritten und Vierten bahnt sich an.

SV Raigering       ASV Haselmühl
(gth) "Ein vorderer Platz macht vieles einfacher. Dennoch müssen wir von Spiel zu Spiel schauen", sagt Trainer Martin Kratzer. Dass die "Panduren" den Willen zum Sieg haben, zeigten sie im Derby in Paulsdorf, als sie ein schon verloren geglaubtes Spiel noch gewannen. Auch im Pokal gegen den Bezirksligisten Freudenberg wollte die Elf von Kapitän Florian Hiltl die Entscheidung in der regulären Spielzeit erzielen, allerdings wurden zu viele gute Möglichkeiten vergeben. Daraus eine Sturmschwäche zu schlussfolgern, wäre aber verkehrt: Von den zehn Treffern in der Liga erzielten die Stürmer acht - eine Top-Quote. Was es den Raigeringern aber so schwer macht, ist die stets defensive Einstellung der Gegner. Damit ist gegen den Patenverein ASV Haselmühl auch wieder zu rechnen. Der starke Aufsteiger erwischte einen Traumstart in die Liga und könnte mit einem Sieg die Raigeringer überholen. Damit dies nicht passiert, will der SVR den Torjäger Matthias Schmidt an die Kette legen. Er kann ein Spiel alleine entscheiden.

Germania Amberg       TuS/WE Hirschau
(tre) Aufsteiger Hirschau hat sich bestens in der neuen Liga eingeführt und ist noch ungeschlagen. Der Aufstiegskader blieb nahezu unverändert, lediglich zwei Neuzugänge aus Gebenbach und einige in den Herrenbereich gewechselte Jugendspieler ergänzen das letztjährige Aufgebot. Abgänge gab es keine und so kann Trainer Jörg Gottfried auf eine eingespielte Mannschaft vertrauen. Vor Wochenfrist musste man sich zwar mit einem Unentschieden gegen den Tabellenletzten Loderhof begnügen, als Rückschlag wird das aber nicht gewertet.

Im Gegenteil, die Truppe möchte die verlorenen Punkte möglichst schnell woanders wieder holen. Ebenfalls ungeschlagen sind die Hausherren, die zuletzt mit einem Sieg beim starken SV Schmidmühlen ihre gute Auswärtsbilanz ausbauten. Nun soll endlich der erste Heimsieg her. Mit welcher Aufstellung wird sich aber erst in letzter Minute entscheiden, da es noch einige verletzungsbedingte Fragezeichen gibt. Trainer Ficarra wird aber mit Sicherheit kein Risiko eingehen, zumal die zuletzt aufgebotenen Spieler absolut überzeugten.

TuS Kastl       SV Schmidmühlen
(hon) Woche für Woche hat der TuS Kastl das gleiche Problem: Wegen Verletzungen und Urlaub wird die Aufstellung geändert, zuletzt musste sogar das Spitzenspiel der zweiten Mannschaft gegen Ensdorf abgesagt werden. Trotzdem steigerte sich die Mennersberg-Elf nach dem schlechten Start gegen den SV Inter Bergsteig stetig und liegt nun auf Platz eins. Gegen Schmidmühlen kehrt der eine oder andere Stammspieler zurück, so dass Trainer Thomas Mayer wieder mehr Alternativen hat. Da sich auch die Spieler aus der "Zweiten" gut verkauften, steht die Aufstellung erst kurz vor dem Spiel. Bei den Gästen läuft es momentan nicht so gut. Die spielerisch gute Mannschaft von Trainer Marco Eckstein ist in dieser Saison auf einer Berg- und Talfahrt. Dies liegt vor allem an der Torflaute.

SSV Paulsdorf       FC Edelsfeld
(ac) Die Edelsfelder scheinen die Strapazen der Relegation gut überstanden zu haben und erzielten nach zwei Auftaktniederlagen wieder achtbare Resultate. Die Paulsdorfer verloren gegen die derzeit führenden Mannschaften aus Raigering und Kastl jeweils knapp und wollen gegen die kampfstarken Gäste wieder zurück in die Erfolgsspur. Auch wenn die Saison noch ziemlich jung ist, hat das Spiel schon einen richtungsweisenden Charakter. Das Personalkarussell wird sich auch diesmal aus Urlaubsgründen gewaltig drehen und Trainer Grünwald Wolfgang einige Umstellungen vornehmen müssen.

Doch gerade durch solche Umstände bekommt der ein oder andere junge Spieler wieder seine Chance. Kampfbetonte Spiele gegen den FCE mit knappen Resultaten gerade in der vergangenen Saison lassen auf einen spannenden Nachmittag hoffen. Will Paulsdorf gegen die wiedererstarkte Heldrich-Elf bestehen, steht wieder ein gewaltiger Kraftakt bevor, der nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu schaffen ist (Reserven 13.15 Uhr).

DJK Utzenhofen       TuS Rosenberg
(aun) Nach fünf Partien ist die DJK Utzenhofen ohne Niederlage, die Gäste warten hingegen noch auf ihren ersten Sieg. Der neue TuS-Trainer Jürgen Hartmann hat ein schweres Amt übernommen, die vier Abgänge konnten offensichtlich nicht kompensiert werden und in den Köpfen der Rosenberger scheint wohl noch der verpasste Aufstieg in die Bezirksliga zu stecken. Ganz anders dagegen die Lage bei der DJK, hier konnte der Verlust von Sturmführer Kebba Bah einiger Maßen verkraftet werden. Die Tatsache, dass die Liga enorm eng beisammen ist (zwei Punkte Differenz von Rang eins bis acht) würde einem Sieg enormes Gewicht verleihen. Spielertrainer Yilmaz Topcu muss auf Mario Augsberger und Thomas Ehrnsberger (Urlaub) verzichten, hinter dem Einsatz von Sebastian Schwarzfischer steht noch ein Fragezeichen. Ihre Chance in den Kader zu kommen, werden einige Nachwuchsspieler wahrnehmen.

SV Loderhof       TSV Königstein
(bt) Fast hätte es am letzten Spieltag für den SV Loderhof/Sulzbach gereicht, den ersten Sieg zu feiern, doch in der Nachspielzeit machte Hirschau mit dem Ausgleichstreffer noch einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Sollte dieser in der Partie gegen den Aufsteiger TSV Königstein anhalten, den man aus früheren Zeiten gut kennt, müsste es diesmal klappen. Wichtig dürfte es sein, dann man so lange wie möglich das eigene Tor sauber hält und nicht ins offene Messer der Gäste läuft. Dazu müssten dann aber auch die Torchancen, auch wenn es wenige sein sollten, konsequent genutzt werden.

SVL Traßlberg       DJK Ursensollen
(hfz) Das spielfreie Wochenende nutzten die Traßlberger für einen Test gegen die U 19 des SSV Jahn Regensburg. Dabei wurde die Caliskan-Elf voll gefordert und verlor erwartungsgemäß (1:5). In der Partie gegen Ursensollen gilt Jiri Abel ein besonderes Augenmerk, der DJK-Torjäger traf zuletzt in Haselmühl dreimal. Die Bilanz der Traßlberger gegen Ursensollen mahnt zur Vorsicht: Ein Sieg, drei Niederlagen sind ein deutliches Zeichen, diesen Gegner sehr ernst zu nehmen. Der SVL wird versuchen, in der Abwehr gut zu stehen und mit seinem schnellen Spiel nach vorne Wirkung zu erzielen. Spielertrainer Ilker Caliskan hat nach seiner Verletzung noch Trainingsrückstand, wie auch Kapitän Martin Erras. Einige Spieler sind wegen Verletzungen nicht dabei, oder sind im Urlaub. Nur noch eine Frage der Zeit wird sein, bis bei den Neuzugängen endgültig der Knoten platzt. Sie finden sich immer besser zurecht und erarbeiten sich regelmäßig ihre Tormöglichkeiten. Mit einem Sieg kann der SVL in der Tabelle nach oben klettern.
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