Denkmäler am Straßenrand

Bei der Marterlwanderung waren die Kleindenkmäler rund um Johannisthal Anziehungspunkte. Bild: ab

In diesem Jahr waren es die Kleindenkmäler und Marterl rund um Johannisthal, die Bernhard Riebl als Heimatkunde- und Denkmalwart bei der Marterlwanderung vorstellte. Ausgangspunkt war der von Erich Elsner geschaffene Stadtbrunnen.

Windischeschenbach. (ab) Erste Station war das Marterl in der Rundschleifstraße, im Volksmund "altes Marterl" genannt. Es zeigt einen Farbdruck mit "Maria auf den Wolken", den heiligen Sixtus und die heilige Barbara sowie zwei Nothelfer.

Das nächste Kleindenkmal war das "Galgenkatherl-Marterl", eine 4,50 Meter hohe Granitsäule, auf der Christus und das Schönandl-Katherl, das der Sage nach ihr uneheliches Kind im Haus zurückließ und Feuer legte, zu sehen sind. Katherl soll am Galgenrangen hingerichtet worden sein. Auf der Rückseite der Säule stehen die Worte "Unica Spes" (einzige Hoffnung). Darüber ist der heilige Emmeram eingemeißelt.

"Willst du sehen Gottes Spur, geh hinaus in die Natur. Willst du sie noch größer sehn, bleib vor diesem Kreuze stehn". Dieser Spruch ist auf dem Jägerkreuz zu lesen, das Bernhard Riebl 2006 aus Dankbarkeit für 27 Jahre unfallfreie Jagd gestiftet hat.

Johannisthal und dessen Geschichte, die bis ins Jahr 1937 zurückreicht, war eine weitere Station der Wanderung. Von 2010 bis 2014 erfolgte eine Umgestaltung und umfangreiche Renovierung der gesamten Anlage, wobei auch die alte Hauskapelle abgerissen und eine neue gebaut wurde. Schutzpatron von Johannisthal ist Johannes der Täufer.

2,90 Meter großer Johannes

Eine 2,90 Meter hohe Johannisstatue, die Leo Bäumler aus Oberköblitz geschaffen hat, hält in der linken Hand das Kreuz, die rechte Hand zeigt auf Jesus. Etwa 100 Meter vom Exerzitienhaus entfernt steht auf einer Anhöhe im Wald die "Kapelle zu unserer lieben Frau von Johannisthal". Vor der Kapelle feiert der Oberpfälzer Waldverein alljährlich seine "Waldweihnacht" und die Jagdhornbläser die Hubertusmesse.

Auf dem Weg zur Waldkapelle begegnet der Wanderer einem Gedenkkreuz mit der Inschrift "In Deine Hände empfehle ich meinen Geist", und auf einer weißen Tafel steht geschrieben "Es ist nur einer ewig und an allen Enden, und wir in seinen Händen". Der ehemalige Direktor Monsignore Johann Schober hat das Kreuz zu seinem 25-jährigen Priesterjubiläum 2004 aufstellen lassen.

Ein Franziskus-Bildstock mit Holzrelief zeigt den heiligen Franziskus von Assisi, wie er den Vögeln predigt. Der Bildstock ist eine Anerkennung für die Mallersdorfer Schwestern und ihr segensreiches Wirken von 1948 bis 2014 im Exerzitienhaus.

Kurz vor der Kapelle erinnert ein Holzrelief an den ehemaligen Direktor, Monsignore Max Rackl, der 50 Jahre in Johannisthal gewirkt hat. "Dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt", lautete sein Leitspruch. Die letzte Station des Kreuzweges entlang des Werkgrabens ist ein 3,70 Meter hohes, überdachtes Holzkreuz mit der eingekerbten Zahl XII. Dieses Kruzifix mit dem geschnitzten Christus wurde zum Gedenken an den letzten Spiegelglas-Poliermeister in Johannisthal, Franz Siegl, von dessen Enkeltochter errichtet.
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