Denkmalgeschützte Bahnbrücken nicht ertüchtigen
Neubau geht vor

Auerbach. Auf eine entsprechende Anfrage hin teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem SPD-Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl laut dessen Pressemitteilung mit: "Für die Rufe nach einem Erhalt der historischen und inzwischen denkmalgeschützten Eisenbahnbrücken im Pegnitztal aus dem 19. Jahrhundert habe ich großes Verständnis. Wo baulich möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sollte eine Sanierung natürlich Vorrang vor einem Ersatzbau haben."

Das oberste Ziel - vor allem im Hinblick auf die Standortqualität der an der Strecke liegenden Kommunen und die Interessen der Fahrgäste - müsse aber die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur sein. Zwischen Hersbruck und Pegnitz stünden insgesamt 23 Brücken auf dem Prüfstand. Sie müssten entweder saniert oder ersetzt werden. Zuständig für diese Erhaltungs- oder Ersatzinvestitionen sei jedoch der Bund oder die DB Netz AG. Nicht aber der Freistaat Bayern, betonte Herrmann. In dem Brief an Strobl heißt es weiter: "Entsprechend einem von der DB Netz AG in Auftrag gegebenen Gutachten der TU München können fünf Brücken saniert werden, vier Brücken müssen aufgrund mangelnder, einer den verkehrlichen Aufgabenstellungen nicht mehr entsprechenden Tragfähigkeit ersetzt werden."

Diese vier Brücken würden zwischen Vorra (Pegnitz) und Pegnitz liegen. Ein Nachbau der Brücken in der bisherigen Optik und Konstruktionsart ist nach Auskunft der DB Netz AG technisch nicht zulässig. Sie sollen daher durch Stahlbeton-Verbundbrücken ersetzt werden. Der Beginn der Bau- und Sanierungsmaßnahmen sei ab dem Jahr 2019 vorgesehen. Bezüglich der Ersatzbauten laufe derzeit das planungsrechtliche Zulassungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt.
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