Der Abonnement-Meister will trotz eines Generationswechsels weiter die Handball-Bundesliga ...
THW Kiel lässt einfach nicht locker

Die Zahl auf den Zylinderhüten zeigt es an: Die Handballer des THW Kiel gewannen ihren 20. nationalen Titel. Bild: dpa
Die Dominanz des THW Kiel in der Handball-Bundesliga ist erdrückend - und daran soll sich nichts ändern. "Die Meisterschaft ist immer das Ziel Nummer eins", nannte THW-Trainer Alfred Gislason die dringlichste Aufgabe für die nächste Saison. Am Freitag hatte seine Mannschaft mit dem 33:29 über den TBV Lemgo die Saison beendet und den Vorjahreszweiten Rhein-Neckar Löwen mit zwei Punkten Rückstand erneut hinter sich gelassen.

Zehnmal holten die Norddeutschen in den vergangenen elf Jahren den deutschen Meistertitel; 20 siegreiche Meisterschaften sind es insgesamt.

Der THW Kiel, der dreimal die Champions-League gewann und siebenmal im Finale stand, will natürlich mehr als nationale Titel. "Um die Champions-League zu gewinnen, braucht man allerdings auch ein bisschen Glück", meinte Gislason. "Wenn man sieht, was in Paris zusammengesammelt wird, dann ist das für die nächsten Jahre der Favorit in der Champions-League." Gemeint ist Paris St. Germain, das sich derzeit verstärkt.

Während der THW Kiel früher auf fertige Weltstars setzte, geht er nun einen anderen Weg. Internationale Top-Profis wie Torwart Niklas Landin (Rhein-Neckar Löwen) werden nur noch handverlesen und nicht im Dutzend geholt. Dafür wird die Fraktion deutscher Spieler gestärkt. Zur nächsten Saison kommen Torsten Jansen (HSV), Christian Dissinger (TuS N-Lübbecke), Nikolas Katsigiannis (HC Erlangen) und Alexander Williams (eigene Jugend).

"Es wird nur das ausgegeben, was ausgeben werden kann", sagte Frank Bohmann, der Geschäftsführer des Liga-Verbandes HBL. Im nächsten Spieljahr hat der THW neun deutsche Spieler unter Vertrag. "Das sind so viele wie noch nie in meiner Amtszeit."

Im Team des THW stehen aus dem Jahr des Triple-Gewinns 2012 nur noch drei Spieler. "Also haben wir den Generationswechsel so gut wie komplett vollzogen", erklärte Gislason. Die Neuen aus dem Vorjahr haben mittlerweile den THW-Stil verinnerlicht. Zudem lobte der Trainer, die Mannschaft habe im Vergleich zu anderen das niedrigste Durchschnittsalter.
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