Der Bayernligist fertigt den Regionalliga-Tabellenführer Würzburger Kickers im ...
SpVgg SV Weiden feiert Pokal-Party

Weiden. (af) (Pokal-)Wahnsinn am Wasserwerk: Außenseiter SpVgg SV Weiden hat dem haushohen Favoriten Würzburger Kickers eine deftige Halbfinal-Watschn verpasst. Mit 3:0 rangen die Schwarz-Blauen den Regionalliga-Spitzenreiter nieder und dürfen nun von der Teilnahme am DFB-Pokal träumen.

Wie der Gegner im bayerischen Verbandspokalendspiel am 13. Mai heißt, wird erst am 6. Mai entschieden. Dann treffen Regionalligist SpVgg Bayreuth und Drittliga-Vertreter SpVgg Unterhaching im zweiten Halbfinale aufeinander. Den Weidenern ist der Endspielkonkurrent jedoch egal. "Wenn wir in den DFB-Pokal wollen, müssen wir jeden schlagen", meinte SpVgg-SV-Trainer Christian Stadler nach dem Pokal-Coup gegen die Kickers. Nur der Sieger des bayerischen Pokalfinales darf an der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde teilnehmen.

Letztmals hatten sich die Weidener vor sechs Jahren für den bundesweiten Wettbewerb qualifiziert. Damals zog man mit Borussia Dortmund ein Traumlos. Über ungelegte Eier wollte aber am Mittwochabend niemand im SpVgg-SV-Lager sprechen. Zu aufgewühlt waren die Gefühle nach 90 packenden Halbfinal-Minuten, zu euphorisch die Stimmung nach dem Triumph über einen scheinbar übermächtigen Drittliga-Anwärter.

"Wir wollten tief stehen, schnell in die Zweikämpfe kommen und auch immer wieder nach vorne spielen. Das hat geklappt", jubelte Peter Schecklmann, der Torschütze zum 1:0. Total bedient war dagegen der Gegner, der in der laufenden Saison die erste Pflichtspielniederlage auf des Gegners Platz kassierte. Und dies ausgerechnet in Weiden, ausgerechnet bei einem Underdog.

"Gratulation an den Gegner. Weiden hat das Spiel seines Leben gemacht", sagte Kickers-Trainer und Ex-Profi Bernd Hollerbach fair und verzog dabei keine Miene. Deutlicher wurde Stürmer Christopher Bieber: "Das ist eine Riesenenttäuschung."

Die gegenüber dem letzten Punktspiel gegen FV Illertissen (2:1) auf sieben Positionen veränderte Gästeelf verzichtete vom Anstoß weg auf ein Abtasten. Würzburg schaltete sofort in den Offensivmodus. Vier, fünf Minuten lang hatte die SpVgg SV zu tun, um Ruhe in die eigenen Reihen zu bekommen. Als die Zuordnung dann stimmte, hatte dies sofort positive Auswirkungen auf das Spiel der Gastgeber. Nach einer halben Stunde wurden die schwarz-Blauen mutiger und setzten Nadelstiche. Bei einem Egeter-Kopfball (32.) und einem Lieder-Schuss (34.) hatten die Weidener Fans bereits den Torschrei auf den Lippen. Beim dritten Anlauf klappte es dann mit dem Jubel. Einen Eckball verwertete Peter Schecklmann per Kopf zum 1:0 (35.).

Nach der Pause konterten die aufopferungsvoll kämpfenden SpVgg-SV-Kicker den Gegner regelrecht aus: Eine Flanke des bärenstarken Thomas Wildenauer versenkte Ralf Egeter mit dem Kopf zum vorentscheidenden 2:0 (56.) Damit nicht genug. In der 78. Minute schnappte sich Friedrich Lieder gegen unschlüssige Würzburger den Ball, steuerte fast ungehindert auf das Gästegehäuse zu und schob zum
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