Der Blick in den Lauf eines Gewehrs

Manchmal blitzen im Alltag Erinnerungen an entsetzliche Dinge auf, die in den Köpfen der jungen Leute eingebrannt sind. Etwa, als sich einer der Jungen beim Gemüse putzen in den Finger schneidet.

Die Betreuer wollen die Wunde, die stark blutet, verbinden, aber der 15-Jährige entgegnet: "No problem." Er zieht die Ärmel hoch und zeigt Narben an beiden Armen. "Taliban!", fügt er erklärend hinzu. "Da bleibt dir erst einmal das Wort weg", sagt Uwe.

Ein anderer sitzt vor dem Fernseher, als dort ein Bericht über Afghanistan läuft. Beim Anblick von Taliban mit Gewehren erklärt der Junge dem Sozialarbeiter mit Händen und Füßen, das er selbst in den Lauf einer Waffe geschaut und auf Knien um sein Leben gebettelt hat. (cs)
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