Der Bürgermeister "lernt noch"

Bürgermeister Eriwn Geitner zog bei der CSU Bilanz über sein erstes Amtsjahr. Bild: fgl

Nach einem Kundengespräch ist das Geschäft in zwei Wochen abgeschlossen: So einfach wie früher in seiner Bank läuft es bei großen Projekten in einer Kommune nicht, bilanziert Bürgermeister Erwin Geitner: Zu viele Stellen, zu viele Fristen, die einzuhalten sind - "das ist alles noch ein Lernprozess für mich".

Am 1. Mai jährte sich die Amtszeit von Bürgermeister Geitner zum ersten Mal. Ein Anlass, um Bilanz zu ziehen: Der Ortsverband der CSU Rieden-Vilshofen traf sich dazu jetzt im Gasthaus Hirschenwirt.

In gemütlicher Runde berichtet Bürgermeister Geitner, dass er mit einem schuldenfreien Markt die beste Ausgangssituation für die Umsetzung seiner Pläne und die Wünsche der Bürger gehabt habe. Als erstes Projekt griff er den Bereich um den Brunnen in Rieden auf. Der Splitt wich Rasen, so macht das Areal im Gesamtbild einen sauberen und gepflegteren Eindruck.

Neue Jobs in Aussicht

Ein weiterer erfreulicher Schritt war laut Geitner der Verkauf des letzten freien Grundstücks im Industriegebiet Vilshofen. Der Käufer schaffe dort aller Wahrscheinlichkeit nach sieben bis acht Arbeitsplätze. Sein Betrieb soll bis 2017 in Betrieb gehen. Nun gelte es aber, sich auch Gedanken über eine Erweiterung des Industriegebietes zu machen, fügte Geitner hinzu.

Aktuell wird der Dorfplatz in Vilshofen verschönert. Dieses Arbeiten sollen nach den Worten des Gemeindechefs bald abgeschlossen werden. Die weiteren Projekte, die neuen Baugebiete in Rieden und Vilshofen, beanspruchten viel Zeit und Geduld. Die Erschließung sei für nächstes Frühjahr geplant, im Herbst 2016 sollte es dann mit der Bebauung losgehen. Altbürgermeister Gotthard Färber warf ein, dass neben einem Kinderspielplatz im neuen Baugebiet Rieden auch an einen "Seniorenspielplatz" gedacht werden sollte. Dies werde in den Planungen mitberücksichtigt, versicherte Geitner.

Als weitere erfreuliche, bauliche Veränderung bezeichnete er die geplante Neugestaltung des Raiffeisengeländes. Skeptisch waren die CSU-Mitglieder des Gemeinderates nur wegen des geplanten Flachdachs. Nach Vorlage weiterer Plänen sieht man laut Geitner der Umsetzung des Vorhabens nun sehr positiv entgegen. Aktuell laufe eine größere Straßensanierung. Dabei werden Risse vergossen und einige Straßen im sogenannten Blow-Patcher-Verfahren ausgebessert. Die Sanierung der Wieskirche in Vilshofen steht ebenfalls an. Der Zeitplan sieht hier vor, dass Dach und Außenwände 2016 saniert werden und der Innenraum 2017 an die Reihe kommt. Davor muss aber zuerst eine Befundung gemacht werden: Ohne sie gibt es keine Förderung vom Denkmalamt und es kann nichts ausgeschrieben werden. Aber die Umsetzung sei geplant, unterstrich Geitner.

Parkplatz wird Festplatz

Der Parkplatz bei der Feuerwehr in Vilshofen stehe ebenfalls auf der To-do-Liste. Er soll als neuer Festplatz in Vilshofen hergerichtet werden. Von Juli bis Oktober soll die Wasserleitung am Buchenweg saniert werden. Das Campingplatzgebäude muss ab Herbst ebenfalls in Schuss gebracht werden.
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