Der Chor "Sound of Joy" der Selnecker-Kantorei gibt ein gefeiertes Konzert in der ...
Gospels am Anfang, Beatles zum Ausklang

Mehr als 60 Sängerinnen und Sänger rissen mit ihrer Leidenschaft beim Gesang das begeisterte Publikum mit. Bläser und die Band aus Gitarren, Klavier, Keyboard und Schlagzeug begleiteten den Chor. Bild: ds
Temperamentvoll und stimmgewaltig präsentierte sich der Hersbrucker Gospelchor "Sound of Joy" in der Sängerhalle des Männergesangvereins 1864 Hartmannshof. Das Konzert bildete einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltungsreihe zur 150-Jahr-Feier.

2. Vorsitzender Reiner Utz stellte den Gospelchor mit seinem Dirigenten, Kirchenmusikdirektor Karl Schmidt, vor und schilderte in der ihm eigenen humorvollen Weise das Zustandekommens dieses Termins. Trompeten, Posaunen sowie die Band der Selnecker-Kantorei Hersbruck begleiteten die mehr als 60 Sänger bei ihren Gospels. Die Begeisterung zeigte sich nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Akteuren.

Solistische Einleitungen oder Soli, integriert in den Chorgesang wie bei "What a friend" von Mark Hayes, bereicherten die Songs zum Lob Gottes. Wie die Sänger und die Band überzeugte auch das zwölfköpfige Bläserensemble. In seinem ersten Block intonierte es nach einem Einführungsstück Jazzklänge sowie das immer schneller werdende Volks- und Tanzlied aus Israel "Hevenu schalom alejchem".

Diese flotten Kompositionen kontrastierten angenehm mit dem melancholischen "Yellow Mountains" von Jacob de Haan, dem die Bläser Farbe durch feine dynamische Abstufungen verliehen. Es folgten Spirituals von Moses Hogan, einem amerikanischen Komponisten vieler bekannter Werke. Der flotte Dialog zwischen den Männer- und Frauenstimmen stellte die Verankerung der Seele bei Gott klar, während mit dem Ostinato das Kommen des Heiligen Geistes in die Herzen der Sänger erzwungen werden wollte.

Nach der Pause steigerte der Chor die Begeisterung bei den Zuhörern mit Ohrwürmern wie "Chattanooga Choo Choo", "California Dreamin'" und "Bridge over troubled water". Großen Beifall ernteten Karl Schmidt und sein Chor mit einem Arrangement zum fränkischen Volkstum: "Weil i glei net vo Firabo bin", eine gute Überleitung zum weiteren Block des Bläserensembles, das diesmal mit Volksmusik im Drei- und Viervierteltakt aufwartete.

Ebenfalls profan steuerten die Sängerinnen und Sänger, die Bläserbegleitung und die Band dem Abschluss mit einem Medley aus 15 bekannten Songs der Beatles zu, darunter "A hard day's night,", "Let it be", "Yesterday" oder "Hey Jude". Die Zuhörer in der Sängerhalle brachten mit langem Beifall ihre Begeisterung über das tolle Programm zum Ausdruck und erklatschten sich noch drei Zugaben, bei denen "At the hop" dem Pianisten die Möglichkeit gab, seine Vielseitigkeit und sein Können zu demonstrieren.
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