Der dickste Brocken

Spielertrainer Tobias Wannenmacher (Nummer 13) schwört seine Spieler auf die Partie in Hüttenbach ein. Beim Absteiger aus der 2. Bundesliga und Titelfavoriten Nummer eins gibt es nur ein Ziel: "Wir müssen versuchen, so lange wie möglich mitzuhalten, um uns einigermaßen gut aus der Affäre zu ziehen." Bild: Ziegler

Nach drei Heimspielen in Folge müssen die Handballer des SV 08 Auerbach erstmals auswärts ran. Dabei steht eine der weitesten Fahrten auf dem Programm - und wohl die schwerste Aufgabe in dieser Saison.

Der Aufsteiger in die 3. Liga Ost fährt am Samstag, 19. September, ins 330 Kilometer entfernte Hüttenbach, eine Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis zwischen Wetzlar, Butzbach und Gießen. Gastgeber TV 05/07 Hüttenbach gelang es trotz Abstiegs aus der 2. Bundesliga, das Team größtenteils beisammen zu halten. Schon deshalb gilt das Team als erster Anwärter auf die Meisterschaft. Anpfiff in der Sporthalle Hüttenberg ist um 19.30 Uhr, der Fanbus fährt um 13 Uhr.

Viele Jahre Bundesliga

In den 1970er und 1980er Jahren spielte der TV Hüttenberg 15 Jahre lang in der 1. Bundesliga und brachte so bekannte Spieler wie Horst Spengler, Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1978, Harald Ohly und Klaus Meineke hervor. In den 1990er Jahren wurde der TV vom Lokalrivalen HSG Wetzlar überflügelt und spielte zeitweise sogar in die Regionalliga. 2004 stiegen die Mittelhessen wieder in die 2. Bundesliga auf und schafften 2011 die Rückkehr in Liga eins. Dieses Gastspiel dauerte allerdings nur ein Jahr und am Ende der Saison 2014/15 musste man den nächsten Abstieg in die 3. Liga hinnehmen. Vor dieser Saison holte der isländische Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson (38) neben Rechtsaußen Thimo Wagner (24) von der HSG Rodgau-Nieder-Roden, Mittelmann und tschechischer Ex-Nationalspieler Tomàs Sklenàk (33) vom ThSV Eisenach den im linken Rückraum agierenden Sebastian Roth (30) vom HSC Coburg. Slenàk fällt jedoch wegen eines Kreuzbandrisses noch einige Zeit aus. Als sich in der Vorbereitung mit Maximilian Kraushaar (22) ein weiterer Leistungsträger am Knie verletzte, wurde kurzerhand der bosnische Nationalspieler Damir Doborac (34) zurückgeholt.

"Hüttenberg ist eindeutig Aufstiegsfavorit Nummer", sagt Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher. "Der große Unterschied zum HC Elbflorenz ist, dass sie ein eingespieltes Team haben, das in der Lage und gewohnt ist, einen schnellen und aggressiven Handball zu spielen."

Schnödt fällt länger aus

Ein schwieriges Unterfangen für den erneut dezimiert antretenden Aufsteiger aus der Oberpfalz. Matthias Schnödt fällt nach einer Arthroskopie des verletzten Knies mindestens weitere sechs Wochen aus. Der Einsatz von Ralph Weiss ist fraglich. "Wenn man sich die Bilder des vergangenen Wochenendes noch einmal anschaut, sieht man, dass wir trotz der einigermaßen zufriedenstellenden Leistung noch viel zu viele individuelle Fehler machen", so Wannenmacher. Dass ein Gegner wie Hüttenberg diese sofort bestraft, haben schon Mitabsteiger Baunatal und Aufsteiger Halle erleben müssen, die beide mit deutlichen Niederlagen abgefertigt wurden. Lediglich der TV Kirchzell bekam beim ansprechenden 22:26 nicht zu sehr auf die Mütze. "Wir müssen versuchen, so lange wie möglich mitzuhalten, um uns einigermaßen gut aus der Affäre zu ziehen", lautet die Vorgabe des Auerbacher Trainers.

SV 08 Auerbach: Tor: Bayerschmidt, Goebel. Feld: Tannenberger, Weiss (?), Neuß, Lux, Wannenmacher, Herold, Büttner, Schramm, Müller, Wolf, Schöttner.
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