Der Ernte sei Dank

Die Buben und Mädchen gestalteten den Erntedank-Gottesdienst in Gmünd. Jedes Kind bekam als Dankeschön zum Abschluss eine Sonnenblume. Die wiederum spendierte Landwirt Richard Speckner aus Gößenreuth. Bild: az

Der Gott-sei-Dank-Gottesdienst war die Krönung des Erntedankfestes in Gmünd. Dabei erbaten die Kinder den Segen Gottes. Doch sie forderten auch den schonenden Umgang mit der Natur ein.

Der prächtige Erntealtar war eine Augenweide. Eine ansehnliche Schar Kindergarten- und Schulkinder, die Gott für so viel Gutes dankten, und gleichzeitig den schonenden Umgang mit Mutter Natur anmahnten: Die Filialgemeinde feierte ihren eigenen Erntedank mit einem Gott-sei-Dank-Gottesdienst.

"Wir sind froh über die Früchte der Felder. Wir danken Gott, dass wir nicht hungern müssen", deutete Zelebrant Kaplan Thomas Thiermann auf das reich bestückte Arrangement vor dem Hauptaltar. Bewusst hatten die Organisatorinnen Waltraud Kopp und Marga Raß viele Kinder eingebunden und so die Liturgie anschaulich und lebendig gestaltet. Pia und Sophia hinterfragten die Bedeutung von Sonne und Regen für das Gedeihen der Samen und lenkten hin zum Dank an den Bauer für dessen Mühen. Diesen Dank gab der Priester an Gott weiter.

Wir brauchen Menschen

Im Bußakt ging es um die Elemente Erde, Luft und Wasser, die gleichsam ächzten und stöhnten unter den ihnen von Menschen zugefügten Belastungen und ihre Funktionalität schwinden sahen. "Wenn das so weitergeht, verliere ich meinen Wert für die Menschen", befand resignierend das Wasser.

Der Kaplan durfte dann zuschauen, denn die Predigt übernahmen die Schüler Daniel, Elisabeth, Antonia, David, Franziska, Fiona, Felix, Pia, Sophia, David, Melissa, Philipp und Tim. Sie dankten stellvertretend für alles von Gott Kommende: für die Erde, die Sonne, das Wasser, den Regen, das Feuer, den Wald, für die Blumen, Früchte, Wohnung, Kleidung, Medikamente, und allen kreativen Schöpfergeist. Elisabeth fasste zusammen: "Auch wenn wir alles hätten, aber wären allein, wär' unser Leben nicht schön. Wir brauchen Menschen, die uns gern haben, denen wir vertrauen können, die für uns da sind ... Für alle, die unseren Weg begleiten und uns weiterhelfen, sagen wir heute Gott Danke." Vorschulkinder hatten zu den jeweiligen Texten passende Symbole gezeigt.

Ganz auf die Mitmenschlichkeit fokussiert waren die Fürbitten. So erbaten Kinder den Samen der Liebe, der Freundlichkeit, Versöhnung, Offenheit, Toleranz, Hoffnung. Der Segen für andere stand im Mittelpunkt die Meditation, vorgetragen von Moritz und Luca.

Zuvor hatte Kaplan Thiermann zum Friedensakt alle Kinder an den Altartisch eingeladen. Er bedankte sich abschließend bei ihnen für "das tolle Mitmachen", den Organisatorinnen Waltraud Kopp und Marga Raß sowie den Instrumentalistinnen Doris Schmid und Johanna Rubenbauer. Die Gemeinde bekundete ihr Lob durch herzlichen Applaus.
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