Der Erste gegen den Letzten

Die Neulinge SV Diendorf (links Simon Frey) und SG Pertolzhofen/Niedermurach (rechts Fabian Schäffer) trennten sich zuletzt 1:1. Die Diendorfer treten am Samstag beim FC Schwandorf an, die Spielgemeinschaft empfängt Eintracht Schwandorf. Bild: bwr

In der dritten Runde der Kreisklasse West ist einiges geboten. Neben dem Derby des TSV Stulln gegen den TV Nabburg, steht das Duell des Tabellenführers DJK Gleiritsch gegen Schlusslicht SC Weinberg an.

Schwandorf. (lfj) In der Kreisklasse Mitte haben nach zwei Spieltagen noch drei Teams eine weiße Weste. Spitzenreiter DJK Gleiritsch (1./6) sollte Gastgeber und Schlusslicht SC Weinberg (14./0) nicht auf die leichte Schulter nehmen, um den Platz an der Sonne zu behalten. Darauf lauern nämlich sowohl der SV Trisching (3./6), der mit dem SC Kreith (2./6) in einem Spitzenspiel allerdings auch keine leichte Aufgabe vor der Brust hat, als auch der TSV Trausnitz (3./6), dem zuzutrauen ist, dass er gegen den TuS Dachelhofen (13./0) den dritten Startsieg einfährt. Der TSV Stulln (8./3) will im Nachbarschaftsduell gegen den TV Nabburg (12./0) die Kurve kriegen und die SG Pertolzhofen/Niedermurach (10./1) fiebert gegen die Eintracht Schwandorf (11./1) dem ersten Dreier entgegen. Schwer wird's für den SV Diendorf (9./1), der beim 1.FC Schwandorf (6./3) auf einen schlecht gelaunten Gastgeber trifft.

1. FC Schwandorf       Sa. 16.00       SV Diendorf
"Die 0:3-Schlappe in Gleiritsch war ernüchternd, der Gegner war allerdings auch einfach stärker", realisiert Club-Trainer Uwe Beinhölzl, der aber nicht gut auf die Gegentore, welche allesamt aus Abwehrfehlern entstanden, zu sprechen ist. Gegen Diendorf muss nun unbedingt wieder ein Sieg her, um den Abstand zu den Spitzenplätzen nicht abreißen zu lassen. Die Kreisstädter können in Bestbesetzung antreten. Als krasser Außenseiter fühlt sich Aufsteiger SV Diendorf vor dem Gastspiel beim FC Schwandorf. Trainer Udo Braunschläger will aber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und verbesserter Chancenverwertung mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen. Verletzungsbedingt fehlen Scharf und Hösl.

SV Trisching       So. 15.15       SC Kreith/Pittersberg
"Der Start in die Saison war mit zwei Siegen super", freut sich Trischings Coach Martin Heimler, "doch gegen Kreith ist eine weitere Leistungssteigerung nötig, da speziell der zweite Durchgang durchwachsen war". Die Vorfreude auf das Match ist dennoch groß, feierte man doch letzte Saison zusammen mit dem Gast den Aufstieg. Zudem kommt dieser auch mit einer weißen Weste. Der SV peilt einen weiteren Dreier an, wobei hinter Roherz und J. Schatz Fragezeichen stehen. Gästetrainer Mario Albert hat bis auf Urlauber Kiendl seinen kompletten Spielerkader zur Verfügung. Nach dem Auswärtssieg am Mittwoch in Nabburg fährt der SC mit viel Selbstvertrauen nach Trisching und will beim Mitaufsteiger nicht ohne Punkte heimfahren.

Pertolzh./N'murach       So. 15.15       FTE Schwandorf
Gegen Diendorf spielte die SG nur zwanzig Minuten gut, danach verlor sie den Faden und spielte schlecht. Gegen die Eintracht ist die Leistung über die gesamte Spielzeit erforderlich, um das Ziel "drei Punkte" zu realisieren. Die Heimelf kann nicht komplett antreten, es fehlen Gleißner, Blab und Lohrer. "Wir müssen mal unsere spielerische Überlegenheit und die Torchancen nutzen, dann kommen auch die nötigen Siege", hofft Eintracht-Trainer Thomas Stenzel. Allerdings fehlen ihm beim als sehr kampfstark eingeschätzten Gegner in Pertolzhofen einige Stammkräfte.

TSV Trausnitz       So. 15.15       TuS Dachelhofen
Gegen die Eintracht erkannte Trausnitz Spielertrainer Sebastian Lang in der ersten Halbzeit eine Leistungssteigerung. Gegen Dachelhofen gilt es die vielen Fehler der zweiten Hälfte abzustellen. "Gegen Dachelhofen wirds sicher nicht einfach, doch gelingt es die Leistung über die gesamte Spielzeit abzurufen, sind auch hier drei Punkte drin", so der Coach. Es fehlen M. Hösl und Willax, T. Hösl kehrt eventuell zurück. "Jammern hilft nicht's, auch wenn durch die vielen Ausfälle die Chancen, aus Trausnitz etwas Zählbares mitzunehmen, gering sind. Aber wir werden alles versuchen, um wenigstens einen Punkt zu holen", gibt sich Dachelhofens Coach Oliver Birk kämpferisch. Beim TuS müssen nun eben Spieler aus der zweiten Reihe in die Bresche springen.

TSV Klardorf       So. 15.15       SV Haselbach
Martin Striedl, Trainer des TSV Klardorf, muss im Heimspiel gegen Haselbach drei Spieler ersetzen. Hinter drei Weiteren steht ein Fragezeichen. Trotzdem sind gegen den Aufsteiger mit verbesserter Chancenverwertung drei Punkte das Ziel, wobei der Gast nicht unterschätzt werden darf. Mit vielen Ausfällen und Urlaubern erwartet der SV Haselbach in Klardorf ein ganz schweres Spiel. Dennoch ist nach dem ersten Dreier genügend Selbstvertrauen vorhanden, um nicht leer auszugehen.

TSV Stulln       So. 15.15       TV Nabburg
Über die blamable Vorstellung in Haselbach ist Stullns Trainer "Girgl" Winkler immer noch verärgert, da kein Spieler seine Normalform abrufen konnte. Gegen den Angstgegner aus Nabburg müssen nun die drei Punkte ohne "wenn und aber" in Stulln bleiben, wobei mit Frank und Hartlich zwei Leistungsträger urlaubsbedingt fehlen. Nach der kalten Dusche am Mittwoch gegen Kreith ist es für die Nabburger an der Zeit zu punkten. Im schweren Auswärtsspiel in Stulln ist vor allem in der Chancenverwertung deutlich mehr Konzentration gefragt als zuletzt. Personell hängt der TV weiter am Tropf, so dass die Mannschaft sich praktisch von selber aufstellt.

SC Weinberg       So. 15.15       DJK Gleiritsch
Der SC Weinberg legte mit zwei Niederlagen einen klassischen Fehlstart in die neue Saison hin. Jetzt kommt mit Absteiger und Spitzenreiter DJK Gleiritsch ausgerechnet ein Gegner mit viel Selbstvertrauen auf den Weinberg. SC-Trainer Richard Wagner fordert deshalb eine geschlossene Mannschaftsleistung und mehr Effizienz vor dem gegnerischen Tor, um überraschen zu können. Sehr zufrieden zeigte sich Gleiritsch's Coach Alex Götz mit der spielerischen und taktischen Leistung gegen Schwandorf. "Nur die herausgespielten Chancen müssen wir noch besser nutzen", meint er. Auf dem Weinberg erwartet er ein schwieriges Spiel, wobei der punktlose Gegner auf keinen Fall unterschätzt wird. Personell gibt es bei der DJK keine Veränderungen.
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