Der Favorit macht Ernst

Udo Hagerer setzt sich im Kopfballduell gegen Benjamin Burger (links) durch. Das war vor drei Jahren: Damals spielten der SV Sorghof und der FC Amberg zusammen in der Bezirksoberliga. Am Dienstag, 11. August, gibt es ein Wiedersehen - in der 1. BFV-Pokalrunde. Bild: ref

In den vergangenen Jahren hatte der Pokal nicht den allerhöchsten Stellenwert beim FC Amberg. Darauf darf der SV Sorghof diesmal allerdings nicht hoffen.

Die Rollen sind vor der Partie der 1. BFV-Hauptrunde am Dienstag, 11. August (18.15 Uhr), klar verteilt: Der Tabellendritte der Fußball-Regionalliga Bayern ist beim Siebten der Bezirksliga Nord Favorit aufs Weiterkommen. Das letzte Mal spielten der SV Sorghof und der FC Amberg in der Saison 2011/12 gegeneinander: In der Bezirksoberliga gab es ein 0:0 und einen 2:0-Sieg der Amberger. Einige Jahre davor, 2006, aber auch einen 6:5-Sensationssieg nach Elfmeterschießen der Sorghofer.

Beim SV Sorghof ist nach der 0:3-Heimniederlage gegen den SV Schwarzhofen Frustbewältigung angesagt. SV-Trainer Thorsten Baierlein möchte die Partie möglichst schnell aus den Köpfen der Spieler bekommen und hat sein Hauptaugenmerk auf das Auswärtsspiel am Freitag, 14. August (18.30 Uhr), beim SC Luhe-Wildenau gerichtet: "Gegen den FC Amberg haben wir nichts zu verlieren und können deshalb ohne großen Druck in dieses Pokalmatch gehen."

"Eine Super-Mannschaft"

Baierlein hat großen Respekt vor dem Leistungsvermögen der Elf von Timo Rost: "Amberg hat eine Super-Mannschaft, die seit Herbst 2014 kein Pflichtspiel mehr verloren hat. Das alleine sagt schon alles über die momentane Stärke aus." Seine Elf, so Baierlein, werde alles versuchen, so lange wie möglich dagegenzuhalten und es dem FCA so schwer wie möglich machen. Der SV-Trainer geht nicht davon aus, dass Amberg die Begegnung auf die leichte Schulter nimmt oder gar Sorghof unterschätzt. Fehlen werden Benedikt Ertl und Thomas Götzl (Urlaub), hinter dem Einsatz von Philipp Leinhäupl steht ein Fragezeichen. Patrick Walzel ist dagegen wieder dabei.

Die letzten Pokal-Auftritte des FC Amberg waren eher bescheiden. 2013/14 nach einem 3:4 gegen die SpVgg SV Weiden in der zweiten Runde gescheitert, in der vergangenen Saison nach Elfmeterschießen mit 6:7 gegen die DJK Vilzing verloren. "In den letzten Jahren waren unsere Prioritäten anders gelagert. Vor allem in der letzten Spielzeit war der Aufstieg unser Ziele", sagt Trainer Timo Rost. Heuer aber werde der Pokal mit mehr Energie angegangen. Denn: "Der Regionaltopf, in dem wir uns befinden, hat mit den Bayernligisten SpVgg SV Weiden und ASV Burglengenfeld sowie dem SSV Jahn Regensburg drei ganz interessante Gegner parat." Schon alleine deshalb und wegen der Möglichkeit, in die lukrative erste Runde des DFB-Pokals einzuziehen, werde der Wettbewerb ernster genommen.

Werner wieder dabei

Und um die Ernsthaftigkeit des "Unternehmens Pokal" zu unterstreichen, kommen die Gelb-Schwarzen mit nahezu dem kompletten Kader. Wer in der Anfangsformation stehen wird, wollte Rost nicht sagen. Aber: "Das ist auch egal. Denn es gibt bei uns keinen zweiten Anzug. Unser 20-Mann-Kader ist inzwischen so gleichwertig besetzt, dass wir beliebig durchrotieren können.". Verzichten muss Rost auf André Karzmarczyk (Zehenprellung). Sven Seitz (Knöchel) kommt eventuell zu einem Kurzeinsatz. Wieder zur Verfügung steht nach langer Verletzungspause Stürmer Benjamin Werner.
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