Der Fluch des Kunstrasens

Die Vereine wollen es so, sagt der Bezirksspielleiter, weil sie nicht so früh mit der Saison beginnen möchten: Die Bezirksligisten dürfen also noch einmal ran in diesem Jahr. Pikant: Die Reserve der SpVgg SV Weiden kann nach Raigering Verstärkung aus der "Ersten" mitbringen - denn die Bayernligisten sind bereits in der Winterpause.

Andere Mannschaften verabschieden sich aufgrund schlechter Platzverhältnisse bereits in die Winterpause, da wird im Pandurenpark noch gespielt. Der Kunstrasenplatz ist eben nun der "Fluch der Unabsagbarkeit". So ist der Blick auf die Bezirksligapartie gegen die SpVgg SV Weiden II (Samstag, 29. November, 14 Uhr) zwiespältig. Auf der einen Seite, zeigen die "Panduren" ein neues Gesicht. Sie punkten und erarbeiten sich Torchancen. Auf der anderen Seite, ist die Befürchtung da, dass die Gäste mit Verstärkung aus der Bayernliga-Elf das bislang gute Verhältnis der beiden Vereine trüben könnte. Doch wer Cheftrainer Roland Rittner kennt, der weiß, dass er selbst darin wieder einen Pluspunkt sieht. Denn oftmals geht die Motivation der vermeintlichen Verstärkungen gegen Null und helfen der Mannschaft wenig. Aber Weiden hat in dieser Saison schon das Gegenteil bewiesen.

Gerade zum Saisonstart verhalfen die Bayernligaspieler dem relativen jungen Team zu Stabilität. Drei Spieltage war Weiden daher auch Tabellenführer. Doch ab dem achten Spieltag ging es rapide abwärts. Die Reserve vom Wasserwerk stürzte vom zweiten auf dem elften Rang ab.

Dieser Schwächeperiode der Gäste will der SVR natürlich seinen klaren Aufwärtstrend entgegensetzen. "Wir wollen unbedingt gewinnen. Dies wäre eine gute Grundlage für die Aufholjagd nach der Winterpause", setzt Roland Rittner seine Mannen unter Druck. Damit können sie aber mittlerweile gut umgehen, denn die "Panduren" zeigen den unbedingten Willen, den Karren doch noch aus dem Dreck zu ziehen. "Wir werden Robustheit an den Tag legen und so den Willen der Gäste brechen", zeigt der SVR-Übungsleiter schon mal eine Marschrichtung auf. Wobei er zusätzlich taktisch überraschen möchte.

Daher ist Rittner erfreut, dass er mit Benedikt Buegger und Michael Sommerer zusätzliche personelle Alternativen hat.
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