Der Freizeit einen Korb geben
Leben für Basketball

Sebastian Fritsch. Bild: msh
Schule, Training und kaum Freizeit: Sebastian Fritschs Prioritätenliste ist ziemlich eindeutig. Der 15-jährige Dießfurter spielt für Cybex Bayreuth in der Junioren-Basketball-Bundesliga. Und der Point Guard - im Fußball würde man Spielmacher sagen - ist kein Mitläufer, sondern Leistungsträger. 2013 wählte ihn die Liga zum zweitbesten Neuling des Jahres, vergangene Saison war er treffsicherster Schütze seines Teams.

Seine Karriere begann beim Fußball. Aber als ihn sein Bruder mit zum Schnuppertraining der Pressather Basketballer nahm, war er sofort begeistert, der Korb ersetzte das Tor. Bald bemerkten andere Vereine sein Talent. Es folgte der Wechsel zum TB Weiden, und die Berufung in die Bayernauswahl. Auch zum Auswahltraining der deutschen Jugend-Nationalmannschaft war Fritsch schon eingeladen.

Zur Saison 2012/13 folgte mit dem Wechsel zum Bayreuther Bundesligisten der nächste Schritt. Noch als 13-Jähriger ragte er in der U15 heraus. In der vergangenen Saison kämpfte das Team erfolgreich gegen den Abstieg - auch dank der 18,7 Punkte die Fritsch im Schnitt pro Spiel beisteuerte.

In dieser Saison kehrte Fritsch zum Heimatverein DJK Pressath zurück. Mit spezieller Erlaubnis hilft er der DJK-Herrenmannschaft - und gehört taktisch und spielerisch natürlich zu den Besten im Team. Körperlich ist der Herrenbereich durchaus noch eine Herausforderung. Das werde sich bestimmt ändern, ist nicht nur der Vater überzeugt.

Trotz der Erfolge und Profi-Träume achten die Eltern darauf, dass die Ausbildung vorgeht. Sebastian besucht die 10. Klasse der Pressather Mittelschule. Nach diesem Schuljahr möchte er eine Ausbildung zum Physiotherapeuten antreten, am liebsten in Bayreuth. "Der Beruf lässt sich wunderbar mit Basketball verknüpfen." Die wenige Freizeit die Fritsch neben Sport und Schule derzeit bleibt verbringt er gern mit Freunden - und mit noch mehr Sport. Er fährt Skateboard und spielt immer noch etwas Fußball.

Letzten Sonntag feierte Fritsch zum Bundesliga-Saisonauftakt einen 76:67-Heimsieg gegen Science City Jena. Mit 22 Punkten war er wieder einer der Besten. Seine Erwartungen für die Saison sind hoch. Mit seinem Team möchte er früh den Klassenerhalt sichern. Außerdem will er sich und seinen Wurf verbessern, so dass er am Ende zu den zehn besten Schützen der Liga zählt. So kann er Kevin Durant wider etwas näher kommen. Der NBA-Star ist - neben seinem Bruder -sein Vorbild.
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