Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte

Die Spieler von Bezirksliga-Meister SV Poppenreuth lassen Trainer Miloslav Janovsky hochleben. Mit dem Aufstieg in die Landesliga feiert der SVP den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Bild: hho

Am vorletzten Spieltag gewann der SV Poppenreuth die Meisterschaft in der Bezirksliga Oberfranken Ost und steigt damit in die Landesliga auf. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte passt optimal zum 60-jährigen in diesem Jahr.

Poppenreuth. (kap) Meisterschaft, Aufstieg und Jubiläum will der Verein aus dem Waldershofer Ortsteil natürlich gebührend feiern. "Angedacht sind der 29. und 30. Mai", sagt SV-Spielleiter Reinhard Glatz, der dazu die gesamte Dorfgemeinde und die örtlichen Vereine einladen will. Allerdings gibt es einen kleinen Haken. Am 29. Mai sollen die Meister der beiden Bezirksligen Ost und West den oberfränkischen Titelträger ermitteln. Es ist also noch in der Schwebe, wann die große Fete steigt. "Geplant und durchgezogen wird sie auf jeden Fall", verspricht Glatz.

Nur sechs Niederlagen

Bis zur Winterpause war der Funktionär skeptisch, ob es zum großen Erfolg reichen würde. "Als Aufsteiger hieß die Vorgabe logischerweise Klassenerhalt", gibt Glatz zu. "Aber je besser die Saison lief, steckte sich unser Trainer Miloslav Janovsky ein neues Ziel. Er wollte ganz einfach mehr", erinnert sich Glatz. Zusammenhalt und Konstanz waren für den SV-Spielleiter die entscheidenden Tugenden für das Erringen der Meisterschaft. "Und die Mannschaft wurde immer stärker. Bisher 81 erzielte Tore und nur sechs Niederlagen sprechen meiner Meinung nach eine deutliche Sprache", sagt Glatz.

In die gleiche Kerbe schlägt Vorsitzender Heribert Pickert. "Als Aufsteiger ist man verpflichtet, kleinere Brötchen zu backen. Hinzu kam die verschärfte Abstiegsregelung. Der zweite Aufstieg in Folge kommt schon etwas überraschend", gesteht Pickert. "Natürlich hatten wir zu Saisonbeginn auch etwas Glück, als die Etablierten glaubten, den Dorfverein putzen wir ganz einfach weg."

Den Erfolg schreibt Pickert ganz klar Trainer Miloslav Janovsky zu. "Mit seinem Sachverstand und als vorbildliche Leitfigur formte er eine schlagkräftige und konkurrenzfähige Truppe, die spätestens zur Winterpause jeder Gegner ernst nahm." Natürlich bewies Janovsky bei seinen Neuverpflichtungen ein glückliches Händchen, sie integrierten sich problemlos in die vorhandene Truppe. Ein ganz wichtiger Faktor für den Erfolg waren für Pickert Geschlossenheit, Disziplin und Fairness. "Das hatte Milo von der Mannschaft immer wieder eingefordert."

Nord-Ost oder Mitte egal

Was die Landesliga-Zukunft anbelangt, macht sich Pickert wenig Sorgen. "Das liegt alles in den Händen von Janovsky und seinem Nachfolger Milan Kolouch. In dieser Woche machen beide Inventur und überlegen sich das Aussehen der Mannschaft für die anstehende Saison." Ob Landesliga Nord-Ost oder Mitte ist Pickert im Endeffekt egal. "Damit haben wir uns im Verein noch nicht beschäftigt. Die Reisen ins Fränkische sind mit Sicherheit komplizierter. Aber darauf haben wir sowieso keinen Einfluss. Jetzt wird erst einmal richtig gefeiert. Dass der Aufstieg mit unserem 60. Vereinsjubiläum zusammenfällt, freut mich ganz besonders."
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