"Der Herr ist mein Hirte"

Pfarrerin Anne Utz (links) legte ihnen die Hände auf und sprach den "Konfi-Segen": Zehn junge Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde feierten Konfirmation. Unser Bild zeigt (vorne, Zweite bis Sechster von links) Diana Walter, Dorothea Trötsch, Daniel Geringer, Jonas Pleßgott und Alexander Völkner sowie (hinten, von links) Janne Junkawitsch, Denis Stöcklmeier, Christian Walter, Paul Eißner und Julia Neifert. Bild: rn

Ein mehrstimmiges "Ja, mit Gottes Hilfe" schallte durch die Kreuzkirche. Es war die Antwort von zehn Konfirmanden aus Eschenbach und Kirchenthumbach auf die entscheidende Frage von Pfarrerin Anne Utz: "Wollt ihr zur Gemeinde von Jesus Christus gehören, als Christen im Vertrauen auf Gott euer Leben führen und Verantwortung in der Welt übernehmen?"

Die Feier der Konfirmation ist stets ein besonderes Ereignis in der evangelischen Kirchengemeinde. Kein Wunder, dass in der Kreuzkirche noch zusätzliche Stuhlreihen aufgestellt werden mussten, damit alle Mitfeiernden Platz fanden.

"Chic seht ihr aus an diesem besonderen Tag, an dem ihr in der ersten Reihe sitzt", hatte Pfarrerin Anne Utz den Hauptpersonen des Tages eingangs bescheinigt. Einig war sie sich mit Eltern und Paten, dass die jungen Gemeindemitglieder in den vergangenen Jahren groß und selbstständig geworden seien. Sie rief die Erwachsenen dazu auf, auch den weiteren Lebensweg mit den Jugendlichen zu gehen.

Gott geht Lebensweg mit

Dem Tag angepasst sang die große Glaubensgemeinschaft: "Danke für diesen Festtagsmorgen, danke für diesen Lebensschritt". Mit großer Begeisterung interpretierte Utz dann den Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln ... und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar."

In ihrer Predigt blickte die Pfarrerin zurück auf die ersten Lebenstage der Konfirmanden, als "Gott bei der Taufe 'Ja' zu euch sagte und versprach, den Weg eueres Lebens mitzugehen". Sie rief die jungen Leute dazu auf, heute ebenfalls "Ja" zu sagen - zum Weg mit Gott.

Außerdem forderte sie sie auf, sich in ihrem Leben nicht von den Erwartungen anderer leiten zu lassen, sondern sich zu sagen: "Ich bin nicht dazu da, um so zu sein, wie andere es gerne möchten." Utz stellte die Gegenfrage "Wie sollten andere zu uns sein?" und wagte eine Liste gegenseitiger Wünsche und Erwartungen. Daraus folgerte sie: "Nicht alles können und wollen wir erfüllen." Am Beispiel Jesu gab die Pfarrerin dazu Entscheidungshilfen.

Am Altar aufgereiht standen die Taufkerzen der jungen Christen. Zum Zeichen der Tauferneuerung traten die Konfirmanden vor und entzündeten sie. "Gott schenke euch seinen lebendigen Geist in allen Situationen eueres Lebens", wünschte Utz nach dem großen "Ja" als dem Höhepunkt des Festgottesdienstes.

Kreuze, Spruch und Segen

Während junge Helfer den jeweiligen "Konfi-Spruch" vortrugen und den Jugendlichen kleine Kreuze umhängten, legte die Pfarrerin den Konfirmanden die Hand auf und sprach den "Konfi-Segen". Die Gläubigen rief sie auf, für die jungen Menschen zu beten.

An seine eigene Konfirmation, einen schönen gemeinsamen Tag, erinnerte Vertrauensmann Walter Trötsch. Er rief die jungen Christen zum Mitgestalten des Gemeindelebens auf: "Wie unsere Gemeinde in 50 Jahren aussieht, habt ihr mit in der Hand."

Nach dem Hinweis von Pfarrerin Anne Utz, dass mit der Konfirmation offiziell das Patenamt der Taufpaten endet, folgte eine wunderbare Geste: Die Konfirmanden bedankten sich mit Rosen bei ihren Taufpaten. Mit dem Abendmahl, in dem Utz Stärkung und Erinnerung sah, endete der Festgottesdienst, den der Chor "New Voices" unter Leitung von Walter Thurn musikalisch begleitete.
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