Der Kindergarten in Lintach soll dauerhaft um eine dritte Gruppe erweitert werden. Der Freudenberger Gemeinderat zeigte sich mit dem vom Architekten vorgelegten Entwurf, der ein knapp eine halbe Million Euro teures separates Gebäude vorsieht, einverstanden.
Vom Container in einen Neubau

Der Kindergarten St. Walburga in Lintach soll um ein separates Gebäude - es entsteht hinter dem bestehenden Bau nach links versetzt - erweitert werden, in dem eine dritte Gruppe untergebracht wird. Bild: sche
(sche) Die Bedarfsplanung für Kindergartenplätze in der Gemeinde Freudenberg prognostiziert, dass neben den zwei Gruppen in Wutschdorf und zwei in Lintach eine weitere fünfte Gruppe gebraucht wird, die bisher in Lintach in einem Container untergebracht ist.

1999 war das bestehende Gebäude auf zwei Gruppen ausgelegt worden. Nachdem die katholische Kirchenstiftung Lintach als Träger sich in Vorgesprächen zu einer Erweiterung der Einrichtung bereit erklärt hatte, ließ sich nun der Gemeinderat von Architekt Johann Ernst ein Konzept vorstellen. Demnach wird der Neubau wohl im oberen Bereich der Anlage in den Hang hineingebaut.

Dank eines begrünten Flachdachs soll es in der Höhe zu keinerlei Beeinträchtigungen der Nachbargebäude kommen. Das neue Haus verschwindet beim Blick von Süden her hinter dem bestehenden Gebäude, die Außenanlagen und die Zufahrt bleiben erhalten.

Die geschätzten Baukosten liegen bei 484 500 Euro und damit im Bereich der Kostenpauschale gemäß den Zuschussrichtlinien der Regierung der Oberpfalz. Die Investition wird zu je einem Drittel von Staat, Kirche und Gemeinde geschultert. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, den Zuwendungsantrag zu stellen und die erforderlichen Finanzmittel in den Haushalt 2015 einzustellen.

Eltern aus dem Neubaugebiet Aschach-Nord verlangen, die Zone 30 in der Josef-Geiger-Straße bis hin zum Ortsschild zu erweitern. Der Grund: Die Einmündung der Andreas-Meckl- in die Josef-Geiger-Straße, an der die aus dem Siedlungsgebiet kommenden 30 Kinder die Straße überqueren müssen, sei eine Gefahrenstelle auf dem Schulweg.

Der Gemeinderat zeigte sich der Sorgen der Eltern bewusst, konnte sich aber letztlich nicht durchringen, der Forderung der 70 Menschen, die sich in eine Unterschriftenliste eingetragen hatten, nachzukommen. Bürgermeister Alwin Märkl wies darauf hin, dass die Polizei diese Stelle bereits begutachtet und eine verringerte Geschwindigkeit nicht für erforderlich gehalten habe. Er befürchte deshalb, dass die gewünschte Maßnahme rechtswidrig sei und eine gerichtliche Entscheidung nach sich ziehen könnte.

Die Gemeinderäte schlossen sich nach einer über halbstündigen Diskussion Märkls Empfehlung an, den fließenden Verkehr über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren. Diskutiert wurde auch eine kommunale Verkehrsüberwachung oder Privatinitiativen, um die Verkehrsteilnehmer an eine situationsgerechte Fahrweise hinzuführen.
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