"Der Knoten muss sitzen"

Die Jugendlichen setzten die Erläuterungen in die Tat um und bauten eine Wasserversorgung auf. Bilder: sir (2)

Wenn's brennt, dann steht Schnelligkeit weit vorne im Programm der Feuerwehr. Aber: Es ist noch kein Truppmann vom Himmel gefallen, deshalb ist in der Jugend-Ausbildung genaues Erklären wichtiger. Schließlich soll der Ablauf in Fleisch und Blut übergehen.

Deshalb kam es anders als im Ernstfall nicht auf den Zeitfaktor an, sondern vielmehr auf den Ablauf von Löschmaßnahmen und die einzelnen Arbeitsschritte, als die Jugendgruppe der Feuerwehr Taxöldern am Samstag zur Übung aufbrach. Genauigkeit geht vor Schnelligkeit, das machte Kommandant Erwin Schmid den Kindern und Jugendlichen klar.

In Feuerwehrkluft und entsprechender Ausrüstung rückten sie im Feuerwehrfahrzeug aus zu einem kleinen Weiher zwischen Bodenwöhr und Taxöldern. Hier sollte eine Saug- und eine Löschleitung aufgebaut werden. Jugendwartin Xenia Schneeberger fragte die Truppe zunächst nochmal ab, was bei dieser Aufgabe zu beachten ist. Die Kinder und Jugendlichen haben die einzelnen Schritte bereits geübt. Diese seien Bestandteil der Prüfung für die Bayerische Jugendspange, erläuterte Schneeberger. Um den Teilnehmern den Sinn dieser Einzelabschnitte direkt vor Augen zu führen, mündeten diese nun in den praktischen Übungseinsatz.

Zurück in den Weiher

"So ein Knoten zum Beispiel muss einfach sitzen", betonte sie, "um den Saugkorb zu sichern". Um die Saugleitung wieder aus dem Gewässer herausheben zu können, muss eben ein Stück Seil übrig bleiben. Das alles seien Erfahrungen, die sich aus der Praxis ergeben und den Kindern und Jugendlichen vor Augen führen, warum die Sicherung eben so und nicht anders auszusehen hat.

Ein Helferteam zeigte den Schülern das Kuppeln der Schläuche und Saugleitungen. Dass Zusammenarbeit dabei enorm wichtig ist, war Allen schnell klar. Auch die Koordination zwischen Jung und Alt klappte hervorragend. "Wasser marsch!", lautete schließlich das Kommando. Wegen der herrschenden Wasserknappheit waren die Rohre auf den Weiher gerichtet, aus dem das Wasser auch entnommen wurde. Bei den sommerlichen Temperaturen kam die Übung bei den jungen Leuten sehr gut an. Und weil Wiederholung die Mutter allen Lernens ist, wurden die Aufgaben in wechselnder Besetzung gleich noch einmal geübt.
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