Der Markt braucht einen Plan

Ausführlich beschäftigte sich Bürgermeister Jürgen Kürzinger (rechts) vor zahlreichen Zuhörern in Neuzirkendorf mit den Themen "Wasserversorgung" und "Flächennutzungsplan" sowie dem jeweils geplanten Prozedere. Bild: ilt

"Wie versprochen, halte ich Bürgerversammlungen in mehreren Orten unserer Marktgemeinde." So kam Bürgermeister Jürgen Kürzinger nach Kirchenthumbach und Thurndorf auch nach Neuzirkendorf.

Dass jede der drei Veranstaltungen gut besucht war, wertete er als Zeichen, dass die Bürger Interesse an ihrer Heimat haben, ihre Anliegen direkt und persönlich vortragen wollen.

Die Einwohnerzahl liege derzeit bei 3261, begann Kürzinger seinen Bericht im Gasthaus Wagner. 2007 seien 3119 und vor vier Jahren 3263 Einwohner gezählt worden. Die Zahlen belegten einen guten stabilen Wert ohne große Bewegungen. Im Anschluss erläuterte der Bürgermeister Zahlen aus dem Vermögenshaushalt, den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer sowie die Höhe der Schlüsselzuweisung und der Gewerbesteuer.

Stromkosten senken

Zur Wasserversorgung wies er auf die Einnahmen von 219 032 Euro im Jahr 2002 und von 255 000 Euro in diesem Jahr hin. Die Ausgaben allerdings zeigten einen starken Anstieg von 223 818 Euro auf jetzt 401 600 Euro. Die Folge: "Wir haben zusätzlich 146 600 Euro zu stemmen." Kürzinger machte für das große Minus drei Bereiche verantwortlich: den Unterhalt der Grundstücke, den Stromverbrauch und die Einführung der Vergütung für Rufbereitschaft zum 1. April 2014. "Wir sind an einer Möglichkeiten dran, die hohen Stromkosten zu senken", teilte der Bürgermeister mit.

Ausführlich beschäftigte er sich mit dem Flächennutzungsplan des Marktes. "Der Aufstellungsbeschluss datiert vom 30. März 1988." Das sei eine sehr lange Zeit für ein solches Projekt. 1989 sei das Aufstellungsverfahren begonnen, aber nicht zu Ende geführt worden.

Im März 2011 erhielt das Büro Narr-Rist-Türk in Marzling den Auftrag zur Planung. Inzwischen liegt der Entwurf vor. Mittlerweile haben die vorzeitige Bürgerbeteiligung und die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und sonstiger Behörden stattgefunden, die 40 eingegangenen Stellungnahmen seien im August in der Sitzung des Marktgemeinderats behandelt worden.

"Die Fertigstellung des überarbeiteten Planes ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen", sagte Kürzinger und informierte über weitere Schritte bis zur Genehmigung durch das Landratsamt. Er zeigte sich nicht sicher, ob 2015 ein Abschluss des Aufstellungsverfahrens gelingen werde. Er sehe die Rechtskraft mehr im Jahr 2016. Für die jetzige VG-Mannschaft sei bürgerorientiertes Handeln ein wichtiges Instrument, um die Belange der Einwohner schnell und offen bearbeiten zu können, versprach der Bürgermeister. Deshalb habe er dafür gesorgt, dass 2015 das Rathaus auch an Brückentagen geöffnet sei.

Vier weitere Öffnungstage

An folgenden Tagen stehe eine Notmannschaft bereit: 2. und 5 Januar, 15. Mai und 5. Juni. "Berufstätige haben oft keine Möglichkeit, mal schnell ins Rathaus zu kommen. So ist es nahe liegend, hier etwas zu ändern." Kurz notiert
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