Der Marktrat in Klausur

Der Marktrat hat immer wieder aufs Neue die Weichen zu stellen, damit sich die Marktgemeinde weiterentwickelt. Über anstehende Projekte diskutiert das Gremium bei einer Klausurtagung im Kloster Strahlfeld. Bild: hfz

Welche Projekte und Aufgaben stehen in der Marktgemeinde an? Wie sind sie zu finanzieren? Ohne Zeitdruck können die Markträte im Kloster Strahlfeld Ideen und Gedanken einbringen: Das Gremium geht heute in Klausur.

Wernberg-Köblitz. (cv) Gerne haben die Räte das Angebot der Direktion für ländliche Entwicklung angenommen, sich von Freitag- bis Samstagnachmittag zu einem moderierten Klausurwochenende zurückzuziehen. Dabei sollen Wernberg-Köblitzer Themen in allen Facetten beleuchtet und am Abend in geselliger Runde noch weiter diskutiert werden. Bei der Klausur können auch Markträte, die neu im Gremium sind, tiefer in diejenigen Projekte einsteigen, die bereits "vor ihrer Zeit" Dauerbrenner waren.

Diskutiert werden laut Bürgermeister Georg Butz "die großen zukünftigen Themen von Wernberg-Köblitz und die Finanzierbarkeit dieser Zukunft". Stichwort: Bau der Mehrfachsporthalle. Um das Projekt ist es ruhig geworden. "Wir wollten das nicht in den Wahlkampf ziehen", betont Bürgermeister Butz. Fünf bis sechs Millionen stehen im Raum. Ist die Halle - rein für den Vereinssport und ohne Zuschüsse - zu finanzieren, brauchen die Vereine die vorgesehene Größe? Bevor es "zum endgültigen Schwur" kommt, sollten sich Tendenzen herauskristallisieren.

Sicherlich wird auch das Jugendheim am Rande ein Thema sein. Es gibt im Rat den eindeutigen Beschluss, dass es keine zwei Hallen geben werde. Doch Butz bringt das EU-Förderprogramm EFRE ins Spiel, das nicht an kommunales Eigentum gebunden sei. Was auch immer aus dem Jugendheim werden soll: Falls Kirche und Privatleute Ambitionen haben, "kann man darüber diskutieren". Als "gut gesetzt" bezeichnet Butz die Vorzeichen für "Betreutes Wohnen", bei dem sich herausgestellt hat, dass ein Stiftungsmodell einfacher umzusetzen wäre. Die Entscheidung liege beim Marktrat.

Weitere Themen werden Ersatzbeschaffungen für die Feuerwehren sein, der Straßenbau, die Fortführung der städtebaulichen Maßnahmen, die Dorferneuerung in Saltendorf und später in Neunaigen. Auch die Pflichtausgaben, die zu leisten sind, werden erläutert.

Und ein Überbegriff sind laut Butz die Finanzen der Gemeinde, "denn alles, was wir bereden, kostet Geld".
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