Der Michldorfer Martin Klöckner überquert im Etappenrennen die Alpen
Die harte Tour

Martin Klöckner auf einer Abfahrt. Die leichten Schussfahrten musste er sich mit stundenlangen Aufstiegen erkaufen. Bild: Stefan Bayer
(wüw) Es gibt bequeme Wege an den Gardasee - und es gibt die Tour-Transalp. Martin Klöckner hat sich für letztere entschieden. Trotz schwerer sieben Tage bereut er den Start bei dem Radrennen kreuz und quer durch die Alpen kein bisschen.

Die wohl anstrengendste Sightseeing-Tour Europas hat Martin Klöckner am Wochenende beendet. Mit Freund und Arbeitskollegen Christian Knoblich startete er bei der Tour Transalp 2015. Von Sonthofen im Allgäu führte die Strecke nach Arco nördlich des Gardasees durch die schönsten Abschnitte der Alpen und über ihre beeindruckendsten Pässe. Dass sie die 886 Kilometer und beinahe 20 000 Höhenmeter in sieben Etappen auf dem Rennrad bei teils über 30 Grad absolvieren mussten, machte die Tour zusätzlich anstrengend und unvergesslich.

Seit 2003 veranstaltet das Rennradmagazin Tour die Transalp. "Das faszinierendste und spektakulärste Rennrad-Etappenrennen Europas für Jedermänner" nennt der Veranstalter die Tour. Martin Klöckner kann dem nach Ende des Rennens nur zustimmten: "Wir waren froh, als wir ohne Sturz und Defekt den Gardasee erreicht hatten." Die Hitze habe das Rennen zusätzlich schwer gemacht. Der 73. Platz sei da Nebensache, aber durchaus respektabel. Rund 500 Zweierteams standen am Start, darunter einige Ex- und Halbprofis.

Halbes Jahr Vorbereitung

Seit Jahresbeginn hatten sich Klöckner und Knoblich vom ING DiBa Racing Team vorbereitet. Hartes Training ist Klöckner gewohnt, der 37-Jährige hatte einst einen guten Namen als Läufer, zählte zur nationalen Spitze auf der Mittel- und Langstrecke. Die harte Vorbereitung war nötig, um die im täglichen fünf Stunden im Sattel zu überstehen. Die Teams fahren die Strecke gemeinsam, dürfen sich nicht voneinander entfernen. Als Belohnung gab es Rundblicke von einigen der schönsten Alpenpässe: Klöckner nennt Gavia- und Bernina-Pass als seine persönliche Highlights.

Über Gavia und Mortirolo

Vom Start in Sonthofen führte die erste Etappe nach Imst, die zweite Etappe endete in Davos. Am dritten Tag ging es nach Livigno, von dort führte der vierte Tag nach Aprica. Am fünften Tag erreichte die Tour Kaltern, von dort ging es weiter nach Trento, bevor am letzten Tag die Tour in Arco endete. Die Etappen führten über 90 bis 140 Kilometer. An keinem Tag hatten die Fahrer weniger als 2000 Höhenmeter zu bewältigen. Allein die vierte Etappe führte über vier Pässe unter anderem über Gavia und Mortirolo. Fast 3500 Höhenmeter kletterten die Sportler alleine an diesem Tag.
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