Der Mitterteicher Tommi Neumann sitzt wieder im Kart - Start bei der "Deutschen"
Von 0 auf 100 unter 3 Sekunden

Tommi Neumann greift in diesem Jahr bei den deutschen Schaltkart-Meisterschaften an. Er rechnet sich dabei schon einiges aus. Bild: privat
Mitterteich. (eg) Tommi Neumann ist zurück. "Ich habe gemerkt, dass ich etwas vermisse", sagt der Mitterteicher, bei dem sich seit seiner Kindheit alles um den Motorsport dreht. Jahrelang war er nur mäßig aktiv. Jetzt, mit 27 Jahren, will er es nochmals wissen. Er startet bei den deutschen Schaltkart-Meisterschaften. Die ersten Rennen sind am Wochenende in Wackersdorf.

Als 10-Jähriger fuhr Neumann die ersten Erfolge im Kart-Slalom ein: Siebter bei der "Deutschen", Zweiter bei der "Bayerischen". Auch die nächsten Jahre blieb er dem Kart treu. 2008 stieg er um, wurde Gesamtsieger in der Mini Challenge. Danach folgten verschiedene Gaststarts, unter anderem beim Porsche Sportscup.

Als er im vorigen Herbst bei Testfahrten die Leute des Mach-1-Teams kennenlernte, war bald klar, er will zurück ins Kart. "Obwohl ich über sechs Monate nicht mehr im Kart gesessen habe, fühlte ich mich auf Anhieb wohl", blickt der 27-Jährige zurück. In den Wintermonaten war noch einiges abzuklären und Neumann ging auf Sponsorensuche. Letztendlich hat alles geklappt und Neumann startet bei der deutschen Meisterschaft. "Wir sind zwar spät dran und ich habe erst vier Testtage. Aber ich bin einfach nur glücklich, dass ich für Mach-1-Motorsport an den Start gehen kann, und das als Werksfahrer." Die Konkurrenz in der deutschen Schaltkart-Meisterschaft, der höchsten Kartserie in Deutschland, ist groß. Die besten Fahrer aus ganz Europa sind dort vertreten. Sie beherrschen perfekt die 50-PS-Gefährte, die unter drei Sekunden von null auf 100 beschleunigen und 150 Stundenkilometer Topspeed erreichen. Der Mitterteicher ist sich bewusst, dass er gegenüber den Besten einiges aufzuholen hat. "Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber ich bin nach den Tests zuversichtlich", sagt Neumann, der in Bindlach als Personalberater arbeitet.

In Wackersdorf heißt jetzt vorrangig das Ziel, sich für die Endläufe zu qualifizieren. Denn von 50 Fahrern sind nur 34 dabei. Fünf Rennwochenenden sind in der Serie zu fahren. Nach Wackersdorf geht es nach Belgien (12. bis 14. Juni), nach Ampfing (31. Juli bis 2. August), nach Oschersleben (4. bis 6. September) und zum Abschluss nach Kerpen (2. bis 4. Oktober). Bis dahin hofft Tommi Neumann schon genügend Punkte gesammelt zu haben. "In der Endabrechnung möchte ich schon in den Top-Ten zu finden sein."
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