Der Musik viel gegeben

November hatten sich die Verantwortlichen der Musikschule, des Männerchores, der Stadt und weiterer Vereine im Kalender markiert. Alois Kneidl wollten sie am Donnerstag zum 88. Geburtstag gratulieren. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.

Pressath. (luk) Schon am Donnerstag machte die Nachricht in der Stadt die Runde: Alois Kneidl ist tot. Der leidenschaftliche Musiker war genau an seinem Geburtstag gestorben. Aus Altersgründen und gesundheitlich angeschlagen hatte er sich schon seit einiger Zeit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Der Name Alois Kneidl ist untrennbar mit der Geschichte der Musikschule verbunden. Vor über 40 Jahren war er neben Jakob Scharf, Erhard Endler und Alois Juretzka maßgeblich an der Gründung der Einrichtung beteiligt. Er war es auch, der vor 23 Jahren den Übergang der Trägerschaft auf die Städte Pressath und Grafenwöhr mit vorantrieb. Im damals neu geschaffenen Förderverein der Musikschule setzte er dann seine Tätigkeit als Schriftführer bis 1998 fort. Wie viel Kneidl die Musik bedeutete, zeigte sich zudem in seinem Einsatz für die Pressather Musikanten sowie den Männer- und Kirchenchor. Über 65 Jahre gehörte der Verstorbene beiden Sängergemeinschaften an.

18 Jahre Stadtrat

Daneben engagierte sich der langjährige Mitarbeiter an den Landratsämtern Eschenbach und Neustadt/WN (1946 bis 1987) auch in der Politik. Für den CSU-Ortsverband, dessen Geschicke er jahrelang mitbestimmte, saß er von 1972 bis 1990 im Stadtrat, wobei die Mitglieder des Gremiums besonders seine ruhige und besonnene Art schätzten, mit der er viel erreicht hat.

Bis zuletzt bestand die Beziehung zu Riggau. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem es ihn nach Polen, in die Slowakei und nach Ungarn verschlagen hatte, war der gebürtige Pressather von 1947 bis in die 1950er Jahre als Gemeindeschreiber tätig. Regelmäßig war Kneidl dort freitags beim Stammtisch im Gasthaus Hausner anzutreffen.

Der 1958 geschlossenen Ehe mit Marianne Niedermeier, die bereits 1989 verstorben ist, entstammen die Kinder Bernhard, Birgit und Doris. Mit ihnen und ihren Familien trauert auch seine Schwester Cilli um den beliebten Pressather.

Der Trauergottesdienst in der Stadtpfarrkirche Pressath beginnt heute, Samstag, 15. November, um 9 Uhr. Anschließend ist Beerdigung.
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