"Der Ort braucht Straßennamen"
Marktrat

Schwarzenfeld. (td) Vielleicht lag es daran, dass seit der letzten öffentlichen Zusammenkunft des Marktrates bereits zwei Monate verstrichen waren - auf jeden Fall hatten die Räte allerlei auf dem Herzen, was sie am Donnerstag beim Tagesordnungspunkt "Anfragen" loswerden wollten.

Den Auftakt machte Zweiter Bürgermeister Peter Neumeier (ÜPW) und lenkte den Blick nach Sonnenried. "Der Ort braucht Straßennamen", urteilte er, "denn man findet die Häuser nicht". Das sei besonders kritisch, wenn Einsatzkräfte in Eile seien.

Wissen wollte Neumeier auch, wie weit der Neubau der Kläranlage der Milchwerke gediehen sei. Sie soll neben der kommunalen Kläranlage entstehen. Laut Bürgermeister Manfred Rodde sei noch nicht viel passiert, hingegen werde intensiv an der Druckleitung von den Milchwerken zur Anlage gebaut.

ÜPW-Rätin Gabi Wittleben nahm das Stichwort Sonnenried auf und mahnte eine Geschwindigkeitsmessanlage für die Ortsdurchfahrt an. "Dort wird durchgebrettert", schimpfte sie; das gleiche gelte übrigens für Asbach.

Ob es eine Rufbereitschaft für den Bauhof gebe, wollte Hans Peter Hierl (Siedler) wissen (Rodde: "Gibt es nicht"). Hierl bezog sich auf ausgehängte Kanaldeckel während der Kirwa und wen man hätte verständigen können.

Dass der Fußweg von der Asylunterkunft am Rande von Traunricht in den Ort herein teilweise ungesichert an der Staatsstraße entlang führt, wird hin und wieder von Räten moniert. "Wann wird es einen Bürgersteig geben?" fragte Manfred Müller (ÜPW) nach. Laut Bürgermeister gab es mit Grundeigentümern Gespräche, "aber ein Grunderwerb ist noch nicht erfolgt".

Das Thema "Gehen" dehnte Manfred Müller auf den Friedhof und seine Kieswege aus. "Die sind für Menschen mit Gehhilfen oft kaum zu bewältigen", wusste er.

Karlheinz Dausch besorgte sich, weil die Naab stark verlandet sei und wünschte sich eine Aussprache mit dem Wasserwirtschaftsamt, damit der Flusslauf ausgebaggert werde - auch für den Hochwasserschutz.

Da die Eingangstüren im Sportpark kaputt sind, bat Rainer Hasenkopf (SWG) um zügige Reparatur. Das Entfernen der Werbetafel an der Neue Amberger Straße schlug Manfred Kurz (CSU) vor: "Sie weist auf Grundstücke im Baugebiet Flora hin, und die sind alle schon verkauft."

Für Peter Irlbacher (CSU) müsste es für die Gartenwasser-Zähler "bürgerfreundlichere Bedingungen geben". Das Verplomben und Eichen schlage mit 48 Euro zu Buche, da rentiere sich die Erlassung der Kanalgebühr für das vergossene Gartenwasser nicht mehr.
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