Der Stadt Stempel aufgedrückt

Peter Prechtl. Archivbild: stg

Landrat Wolfgang Nickl bezeichnete ihn einmal als "Arbeitstier". Die Stadt Kemnath würdigte 2010 seinen jahrelangen Einsatz für die Kommune mit der Ernennung zum Ehrenbürger: Heute feiert Altbürgermeister Peter Prechtl 75. Geburtstag.

Kemnath. (luk) Wie recht Wolfgang Lippert hatte, zeigt sich eigentlich alleine in Peter Prechtls Engagement als Bürgermeister. Von 1984 bis 2002 lenkte er als Rathauschef die Geschicke seiner Heimatstadt. Als solcher lieferte er mit der Altstadtsanierung sein Meisterstück ab. Weitere Großprojekte waren unter anderem der Bau der neuen Kläranlage sowie die Neustrukturierung der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Diese und weitere bedeutende Maßnahmen hat Prechtl in seinem 302 Seiten dicken Buch "Rückblick auf 18 Jahre als Bürgermeister von Kemnath" festgehalten, das 2005 erschienen ist.

Impulse setzte der Jubilar ab Mitte der 1980er Jahre außerdem als Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes, des Schulverbandes, des Zweckverbandes zur Unterhaltung der Gewässer Dritter Ordnung, als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkassen sowie als Mitglied im Aufsichtsrat der Krankenhäuser im Landkreis. 24 Jahre lang gehörte er zudem dem Kreistag an.

Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte Peter Prechtl in seiner Heimatstadt, wo er auch zur Schule ging und schließlich für die Sparkasse gearbeitet hat, ehe er die Nachfolge von Rudi Ponnath als Bürgermeister antrat. Er wuchs mit einem älteren Bruder, der nach Kanada ausgewandert ist, und vier Schwestern auf, wovon eine bereits verstorben ist.

Eine große Familie

Abseits der kommunalpolitischen Bühne war der Jubilar schon immer ein Vereinsmensch. Es gibt nicht viele Organisationen in der Stadt, in denen er nicht seit Jahrzehnten Mitglied ist. Daneben fand er noch Zeit für seine Großfamilie. Drei Söhne und vier Töchter entstammen der Ehe mit seiner Frau Ute, die er am 4. April 1964 geheiratet hat. Bis auf Sohn Stefan, der mit seiner Familie noch in Kemnath wohnt, leben alle Kinder und drei der fünf Enkelkinder fast über ganz Deutschland verstreut.

Bis vor etwa drei Jahren hielt er mit ihnen per E-Mail regen Kontakt. Doch sein Gesundheitszustand - Prechtl war bereits damals aufgrund des Verlustes feinmotorischer Fähigkeiten auf einen Rollstuhl angewiesen - lässt das nicht mehr zu. Seine Pflege haben Ehefrau Ute und Tochter Lissi übernommen.

Spenden für Statuen

An seinem Jubeltag wird Prechtl daher lediglich Besuch von seinen engsten Angehörigen erhalten. Wie bei den "runden" und "halbrunden" Geburtstagen zuvor, soll auf persönliche Präsente verzichtet werden. Vielmehr wünscht er sich Geldgeschenke, die für die Restaurierung von Heiligenstatuen im Kemnather Stadtgebiet verwendet werden.
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