Der TSV bringt die Infrastruktur auf Vordermann - Immer mehr bürokratische Hürden
Finanzielle Lasten gestemmt

Trausnitz. Der TSV kann durchschnaufen: Im vergangenen Jahr wurde auf dem Sportgelände einiges auf Vordermann gebracht.

In seiner Rückschau erinnerte Vorsitzender Anton Ammer an zwei große Arbeitseinsätze, den knappen Klassenerhalt der ersten Mannschaft und die zahlreichen Veranstaltungen des Vereins. 2014 war das Jahr der Erneuerung bei der Infrastruktur. Da der alte Heizkessel nicht mehr die gesetzlich vorgeschriebenen Werte erreichte, musste er ausgetauscht werden. Des Weiteren wurden diverse kostspielige Reparaturen erledigt. Die Kosten konnte der Verein komplett über Spenden decken. "Die Feste waren gut besucht und bereicherten das Leben im Verein enorm", betonte Ammer. Als Aushängeschild bezeichnete er die Jugendarbeit, bei der vor allem der Spaß der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund stehe.

Als Patenverein

In seinem Ausblick für das Jahr 2015 nannte der Vorsitzende das Jubiläum der DJK Gleiritsch im Juli, bei dem der TSV als Patenverein maßgeblich mit beteiligt sein wird. Ammer bedankte sich abschließend bei der Firma Reitinger&Mutzbauer aus Weihern und dem Busunternehmen Wild aus Eckendorf für die Spende jeweils eines Trikotsatzes.

Laut Manuela Nahlovsky besteht die Sparte Damengymnastik aus 40 aktiven Turnerinnen. Es wird gewalkt und alle drei Wochen von Bärbel Demleitner eine "Qui-Gong"-Stunde angeboten. Zudem gibt es gesellige und kulturelle Veranstaltungen wie eine Donau-Schifffahrt. Georg Blöth berichtete, dass die Sparte Ski und Rad im Winter die weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannte Panorama-Loipe spuren und erhalten konnte. Höhepunkt war der am Volksskilauf. In den Sommermonaten beteiligte sich die Sparte am Radlersonntag des Landkreises. Zudem gab und gibt es einen wöchentlichen Lauf- und Walkingtreff.

Den Bericht der Sparte Fußball gab Hans Nahlovsky. Die erste Mannschaft konnte in der Kreisklasse West mit 35 Punkten den siebten Tabellenplatz erreichen. Erstmals wurde mit der zweiten Mannschaft eine Spielgemeinschaft gebildet. Hier holte man zusammen mit der DJK Gleiritsch in der B-Klasse der fünften Platz. In der laufenden Saison belegt die erste Mannschaft den zwölften, die zweite Mannschaft den zweiten Platz. Im Trainingslager in Tachov wurde die Grundlage für eine erfolgreiche Restrunde gelegt. Mit Sorge beobachtet Nahlovsky die demografische Entwicklung: "Junge Spieler sind zur Zeit nicht verfügbar". Wegen Studium oder weit entfernten Arbeitsplätzen sei es zudem vielen Spielern nicht möglich, unter der Woche an den Trainingseinheiten teilzunehmen. Kritik übte Nahlovsky auch an der zunehmenden Bürokratie durch den Bayerischen Fußballverband. Hier seien in Zukunft weitere Auflagen/Aufgaben wie ein Live-Ticker zu erwarten, "die nur durch personellen Mehraufwand gestemmt werden können".

Jugendleiter Christian Jäckel erläuterte, dass der Verein in Spielgemeinschaften 59 Kinder in 7 Mannschaften ausbildet. Besonders hob Jäckel hervor, dass sich Spieler aus der ersten und zweiten Mannschaft als Trainer in der Jugendarbeit engagieren. Jäckel kündigte das "Spiel ohne Grenzen" am Pfingstsamstag an. Der elektronische Spielberichtsbogen wird laut Jäckel auch im Jugendbereich eingeführt. Hier müssen aber die Erziehungsberechtigten einen Antrag auf Einwilligung in die Veröffentlichung persönlicher Daten Minderjähriger unterschreiben.

Respektable Jugendarbeit

Zweiter Bürgermeister Josef Prechtl bezeichnete den Verein als Aushängeschild des Ortes und bedankte sich für die Jugendarbeit. Er zeigte sich beeindruckt, wie gut der Verein die finanziellen Belastungen bewältige.
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