Der Umgang mit dem Trauerfall

Die Frage, wie die Verdienste verstorbener Kommunalpolitiker angemessen zu würdigen sind, hatte in der Februarsitzung zu ausgiebigen Diskussionen zwischen Herbert Appl und Joachim Neuß geführt. Anlass war die Beerdigung des ehemaligen Stadtrats Richard Reisner im Dezember gewesen.

Zum Totengedenken legte die Verwaltung dem Stadtrat am Mittwoch einen Vorschlag vor. Wer vor dem Jahr 1978 in Auerbach oder seinen ehemals selbstständigen Ortsteilen 1. Bürgermeister war, wird mit einer Kranzniederlegung und einem Nachruf im Stadtanzeiger geehrt. Auf den Tod eines Stellvertreters macht der Stadtanzeiger aufmerksam. Verstorbene, die nach 1978 Stadtoberhaupt beziehungsweise Stellvertreter des Bürgermeisters oder Landrats waren, werden mit einem Kranz am Grab sowie Anzeigen im Stadtanzeiger und in den Tageszeitungen gewürdigt. An ehemalige Stadträte und Ortssprecher erinnern Kränze und Anzeigen im Stadtanzeiger.

CSU- und CUU-Vertreter fragten sich noch, wie beim Ableben eines amtierenden Stadtrats zu verfahren sei. CSU-Stadtrat Uli Jung, seines Zeichens Mediziner, gab die Antwort: "Per se kann ein totes Mitglied des aktuellen Stadtrates nur ein ehemaliges sein." (Angemerkt)
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