"Der Wahlkampf im
Wahlkampf reißt Loch in Kasse

Der Freudenberger SPD-Ortsverein hat einen neuen Vorstand (von links): Kassier Thomas Hirn, Schriftführerin Elisabeth Binner, Vorsitzender Andreas Koch, Organisationleiterin Kristin Stauber und 2. Vorsitzender Gerhard Dotzler. Weiterhin gehören dem Führungsgremium an 2. Schriftführer Bernhard Wallner sowie die Revisoren Ernst Rupprecht und Rudolf Ascher. Bild: hfz
vergangenen Jahr hat die Kasse ganz schön gebeutelt." Zwar lägen die Finanzen der SPD Freudenberg noch im grünen Bereich, aber eine Aufbesserung sei dringend notwendig, stellte Kassier Thomas Hirn bei der Hauptversammlung fest, bei der Andreas Koch zum Vorsitzenden gewählt wurde.

Vor zahlreichen Mitgliedern gab Vorsitzende Kristin Stauber einen Überblick über die Arbeit des Ortsvereins in den vergangenen zwei Jahren. Die Kommunalwahlen 2014 seien dabei im Mittelpunkt gestanden. Mit den Freien Wählern, die einen Gemeinderatssitz verloren hätten, sei die SPD als zweitstärkste Fraktion hervorgegangen.

Nicht zufriedenstellend

"Mit dem langjährigen Vorsitzenden und Gemeinderat Gerhard Dotzler als Bürgermeisterkandidat anzutreten, war eine gute Entscheidung", sagte Stauber. "Ich war etwas enttäuscht, dass sich auf meine Herausforderung zu einem Bürgermeister-Duell nur der nun verstorbene ÖDP-Kandidat Klaus Peter einlassen wollte", ergänzte dieser. "Natürlich war das Ergebnis mit 14,16 Prozent nicht zufriedenstellend", resümierte Stauber, die Dotzler für den großartigen Einsatz dankte.

2. Vorsitzender Dotzler berichtete über ein Treffen des Ortsvereins mit Landtagsabgeordnetem Reinhold Strobl in Lintach, bei dem die Möglichkeiten des Radwegebaus in der Gemeinde diskutiert wurden. Überall gebe es Teilstücke, aber keine größeren Verbindungen. Der Radweg an der Staatsstraße 2399 von Freudenberg nach Amberg endet laut Dotzler über Umwegen, weitab von der Staatsstraße, bei Lintach. Hier wäre ein Weiterbau von Lintach nach Amberg sinnvoll. Ein Radweg entlang der Staatsstraße 2040 von Amberg über Paulsdorf/Etsdorf nach Schmidgaden und weiter biete sich für einen Lückenschluss an.

An der Staatsstraße 2238 bei Immenstetten scheine nun etwas in Bewegung gekommen zu sein, stellte Dotzler fest. Der dortige Radweg von Hirschau kommend solle weiter in Richtung Amberg ausgebaut werden. An der Kreisstraße AS 18 gebe es schon einen Radweg aus Hirschau, aber auch der ende vor Pursruck. Das nächste kleine Stück befindet sich dann zwischen Paulsdorf und Hiltersdorf. "Ein anständiges Radwegenetz ist das nicht - für Ausflügler ist es wahrlich nicht geeignet", unterstrich Dotzler.

Stauber tritt nicht mehr an

Nachdem Kristin Stauber aus familiären Gründen nicht mehr für den Vorsitz kandidierte, wurde Gemeinderat Andreas Koch zu ihrem Nachfolger gewählt.

Gerhard Dotzler gab einige Einblicke in die Arbeit des Gemeinderates. Aktuelles Thema sei die Breitbanderschließung. Jeder solle die Möglichkeit erhalten, sich mit mindestens 30 Megabits versorgen zu können. Ohne Baunebenkosten werde die Abwasseranlage Oberland wohl 2 069 000 Euro kosten. In einem Zuwendungsbescheid seien Zuschüsse von 933 200 Euro zugesagt. Baubeginn soll im Mai, Fertigstellung am 30. Oktober 2016 sein.

Der Gemeinderat hat laut Dotzler einem Antrag der Firma NEF zugestimmt, die eine Freiflächenphotovoltaikanlage im Bereich Hiltersdorf Süd nahe den Bahngleisen bauen wolle. Bezüglich der geplanten Windkraftanlage im Bereich Hainstetten teilte er mit, dass die Firma Voltgrün Bauherr und ein zweites Windrad wohl vom Tisch ist.
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