Der Wind spielt auch noch mit

Norbert Vollath brachte in der Asphaltkapelle nicht nur seine Bass-Klarinette zum Einsatz, sondern auch elektronische Aufnahmen von der Westküste Irlands, die dem Publikum ein ganz neues Hörerlebnis bescherten. Bild: Hartl
Dieses Mal wurde das 1:12-Konzert seinem Namen nicht ganz gerecht: Die kurzfristige Absage eines Zuhörers führte dazu, dass Norbert Vollath in der Asphaltkapelle nur einem elfköpfigen Publikum gegenübertrat. Das minderte aber seine Begeisterung für den ungewöhnlichen "Konzertsaal" nicht. In dem kleinen Raum erlebte Vollaths Mischung aus Tonaufnahmen von der irischen Küste und Improvisationen mit Saxofon oder Bass-Klarinette eine willkommene Bereicherung durch den Wind, der die Kapelle umtoste.

Die Asphaltkapellenkonzerte finden für heuer mit dem Bass-Solo von Michael Straube am Sonntag, 27. September, ihren Abschluss. Den Auftakt 2016 gestalten am 10. April unter dem Motto "Cello auf Abwegen" die Cellistin Joanna Sachryn und Walter Schreiber, der unterhaltsame Texte dazu vorträgt. "Sie sind von selbst auf uns zugekommen", sagt Initiator Wilhelm Koch dazu. Es habe sich wohl herumgesprochen, dass man in der Asphaltkapelle eine außerordentliche Unmittelbarkeit im Kontakt mit den Zuhörern erlebe.
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