Der Zoigl ist des Wanderers Lust

Seit ein paar Monaten haben die "Altneihauser Wanderfreunde" sogar einheitliche T-Shirts, auf denen das Zoigllogo, ein paar Wanderschuhe und die Burg Neuhaus abgebildet ist. Nach jeder Tour kehren Gust Schieder, Helmut Koppes, Reinhard Sertel, Joe Bergler, Berthold Schieder und Wolfgang Henrichen (von links) auf eine Brotzeit und eine Halbe Zoigl ein. Bild: mic

Jeden Montag schnüren die sechs Neuhauser ihre Wanderstiefel. "Dieser Tag ist uns heilig", erklärt Berthold Schieder. "Bei fast jedem Wetter", fügt Wolfgang Henrichen schmunzelnd hinzu.

Vor drei Jahren haben die beiden Männer beschlossen, etwas zu wandern. "Anfangs waren nur zu zweit", erinnert sich Henrichen, der aus dem Rheinland stammt. 2010 war er zusammen mit seiner Frau nach Neuhaus gezogen und hatte damals Anschluss gesucht. "Berthold Schieder hat mir auf diese Weise die Gegend gezeigt." 2012 entschließt sich Bertholds Bruder Gust Schieder, auch mit zu marschieren.

Ein Jahr später kommt Joe Bergler dazu. "So nach und nach ist unsere Gruppe angewachsen. Immer wenn einer in den Ruhestand ging." Es folgten Helmut Kippes und Reinhard Sertel. Der Idee, nach dem Wandern noch einzukehren, war niemand abgeneigt. Und so etablierte sich der Montag schnell zum Wandertag.

Name am Gartentor

Inzwischen ist die Gruppe unter "Altneihauser Wanderfreunde" bekannt. Den Namen haben sie sich übrigens nicht selber gegeben. Den hat eine Bekannte aus Neustadt erfunden, als sie die Neuhauser zur Dotschkirwa eingeladen hat. "Als wir in der Straße ankamen und nach dem Haus suchten, hing am Gartentor ein Schild mit 'Altneierhauser Wanderer'", erzählt Schieder. "Das haben wir beibehalten."

Diesmal marschierte die Gruppe am Schafferhof los. Die Route führte sie über den Kirchensteig Richtung Scherreuth, zur Hutzelmühle, über Kotzenbach, Pfaffenreuth und vorbei an der Kläranlage wieder zurück nach Neuhaus. Alle bewältigten Strecken lassen sich im Internet zurückverfolgen. Henrichen hat immer ein Outdoor-Navigationsgerät dabei und überspielt dann zu Hause die Daten ins Netz.

Routen zum Nachwandern

Das Kartenmaterial, das er dazu benötigt, stellt das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung zur Verfügung - genau die Behörde, die von München nach Windischeschenbach verlegt wird.

Über 34 Routen hat Henrichen bereits auf seiner Homepage eingetragen. Wer die Strecken, die immer zwischen 10 und 13 Kilometer lang sind, nachwandern will, kann auf der Seite stöbern.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.www.altneihauser-wanderfreunde.de
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