Derby: Devils kontra Tigers

Die Blue Devils müssen am Wochenende auf die verletzten Florian Zellner (links) und Michael Kirchberger (Zweiter von links) verzichten. Am Freitag treten die Weidener beim EHC Freiburg an, am Sonntag gastiert der EHC Bayreuth zum Derby in der Hans-Schröpf-Arena. Bild: Gebert

Die Rollen sind klar verteilt: Nach zehn Niederlagen in Folge gehen die Blue Devils als Außenseiter in die Partien gegen zwei Top-Teams der Oberliga Süd. Trainer Josef Hefner versucht es mit neuen Abwehrpärchen und Umstellungen in den Sturmreihen.

Weiden. (gb) Die Blue Devils Weiden (11./12 Punkte) stehen vor zwei ganz schweren Spielen. Am Freitag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr tritt die Mannschaft von Josef Hefner beim EHC Freiburg (2./41) an. Am Sonntag, 7. Dezember, herrscht dann Derbystimmung in der Hans-Schröpf-Arena. Um 18.30 Uhr gastiert der EHC Bayreuth (3./38). Der Weidener Coach weiß, dass sein Team in beiden Partien krasser Außenseiter ist. "Wir sind der Underdog, doch vielleicht werden wir unterschätzt", hofft Hefner auf das Ende der Negativserie von zehn Niederlagen in Folge.

Obwohl die Erfolge seit Wochen ausbleiben, ist von Resignation keine Spur. "Die Jungs trainieren fleißig, sie geben noch mehr Gas", sagte Hefner. Übrigens trainiert seit dieser Woche Philipp Siller wieder fest mit der ersten Mannschaft. Eingesetzt werden kann der 17-Jährige allerdings noch nicht, denn im letzten Jugendspiel kassierte Siller eine Matchstrafe.

Neue Abwehrpärchen

Nicht nur wegen der Ausfälle von Florian Zellner, Michael Kirchberger (beide verletzt), Oleg Seibel (krank) und Lukas Salinger (am Freitag beruflich verhindert) baut Hefner die Reihen um. "Wenn's nicht läuft, muss man etwas ändern", erklärt der Coach die geplanten Umstellungen. Hefner probiert es in Freiburg mit neuen Abwehrpärchen: David Pojkar/Ralf Herbst, Daniel Willaschek/Ludwig Synowiec und Marius Pöpel/Philipp Gejerhos. Im Angriff wechselt Veit Holzmann in den ersten Block zu Alex Jirik und Frantisek Mrazek. Dafür stürmt Marcel Waldowsky in der zweiten Reihe neben Konstantin Firsanov und Marco Pronath. Sturm drei bilden Dominik Schopper, Nico Ehmann und Maximilian Zierock. Im Tor steht Daniel Huber.

"Das ist eine unangenehme Reise", sagt Josef Hefner vor der weiten Fahrt in den Breisgau. Seine Marschroute für das Spiel beim zuletzt acht Mal siegreichen Tabellenzweiten lautet "abwarten und defensiv gut stehen". Die Freiburger Serie begann übrigens am 31. Oktober mit dem 4:2-Sieg in Weiden. Momentan ist aber auch EHC-Coach Leos Sulak nicht ohne Sorgen. Anfang der Woche trennte sich der EHC vom Tschechen Danko Deveri, zudem hat eine Grippewelle fast die halbe Mannschaft erwischt.

Schlechte Erinnerungen haben die Devils an das erste Match gegen die Bayreuth Tigers. Am 2. November hatten die Weidener in der Wagnerstadt nicht den Hauch einer Chance und gingen mit 0:8 unter. Überragend trumpfte damals die Top-Reihe mit dem Slowaken Ivan Kolozvary sowie den beiden Ex-Weidenern Andreas Geigenmüller und Michal Bartosch auf. Das Trio liegt auch in der Scorerwertung der Oberliga Süd in den "Top 10". Die zu Hause noch ungeschlagenen Tigers zeigen - wenn überhaupt - auswärts ab und zu Schwächen. Zudem schleicht sich bei einer klaren Führung manchmal der Schlendrian ein, wie zuletzt gegen Schlusslicht Füssen. Hier wurde es nach einer schnellen 4:0-Führung am Ende noch ganz eng (8:7). "Vielleicht erwischen wir sie ja auf dem falschen Fuß", hofft Josef Hefner.

Blue Devils Weiden: Huber, Engmann - Pojkar, Herbst, Willaschek, Synowiec, Pöpel, Gejerhos, Salinger (nur am Sonntag) - Mrazek, Jirik, Holzmann, Waldowsky, Pronath, Firsanov, Schopper, Ehmann, Zierock
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